Direktvermarktung

«Alpomat» – kleinster Hofladen der Stadt

Bäuerinnen und Bauern sind heute stark gefordert, um mit ihren Produkten einen fairen Preis zu erzielen. Neue Wege für die Direktvermarkung sind deshalb gefragt. Nach einer sechsmonatigen Pilotphase ziehen Margrit Abderhalden, Gründerin des Pilotprojekts «Alpomat» und die Kleinbauern-Vereinigung eine erste Zwischenbilanz zu den Hofladen-Automaten mitten in der Stadt Zürich.

Direktvermarktung ist für viele Bäuerinnen und Bauern heute ein Thema. Doch wie kommen die Hofprodukte am besten zu den Konsumentinnen und Konsumenten? Die meisten Höfe liegen nicht in unmittelbarer Nähe zu den Städten und es ist ökologisch nicht sinnvoll, wenn die Konsumenten zum Einkauf alle einzeln auf die Höfe fahren. Gleichzeitig werden von den Konsumentinnen flexible Einkaufsmöglichkeiten gewünscht. Eine neue Gelegenheit für den zeitunabhängigen Einkauf von authentischen bäuerlichen Produkten in der Stadt bietet seit sechs Monaten der Alpomat – der kleinste Hofladen der Stadt. Bereits an fünf Standorten in der Stadt Zürich steht der Verkaufsautomat mit authentischen bäuerlichen Produkten

Positives Zwischenfazit nach sechsmonatiger Pilotphase

Nach rund sechsmonatigem Pilotbetrieb zeigt sich: Der Alpomat und die darin angebotenen Alp- und Hofspezialitäten, die insgesamt von 11 verschiedenen Bauernhöfen stammen, kommen bei den Zürcherinnen und Zürchern an. «Ich erhalte während meinen Liefertouren in Zürich sehr viele positive und motivierende Rückmeldungen, der Alpomat spricht sich in der Stadt herum», freut sich Margrit Abderhalden, Alpomat-Gründerin und Betriebsleiterin. Auch die ersten Verkaufszahlen stimmen optimistisch. «Natürlich ist es nach einem halben Jahr noch zu früh für eine umfassende Bilanz, aber die bisherigen Erfahrungen stimmen uns positiv», ergänzt Patricia Mariani, Projektleiterin bei der Kleinbauern-Vereinigung, die das Pilotprojekt in den ersten vier Jahren mitträgt und strategisch weiterentwickelt.

Weitere Entwicklung des Alpomaten

Nachdem im ersten Halbjahr die Technik- und Logistikprozesse optimiert wurden, geht das Projekt nun in die nächste Phase. Neben der aktiveren Bewerbung der Alpomaten wird in den kommenden Wochen auch das Sortiment überarbeitet, wozu Familie Abderhalden und die Kleinbauern-Vereinigung noch aktiv auf der Suche nach weiteren Spezialitäten von Bäuerinnen und Bauern aus der Grossregion Zürich sind. Gesucht werden ausserdem gut frequentierte Standorte in der Stadt Zürich, z.B. vor Büro- oder Gewerbeliegenschaften, für weitere Automaten.

Nach erfolgreichem Pilotprojekt in Zürich, frühestens 2020, plant die Kleinbauern-Vereinigung, das Konzept städtischer Hofladen-Automaten auch in anderen Schweizer Regionen einzuführen.

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