Ganz Persönlich

«Das ist einfach eine miese Politik»

Werner Locher kämpft als BIG-M-Sekretär für faire Milchpreise und eine Mengensteuerung. Nur so lasse sich eine Schweizer Qualitätsstrategie realisieren.

2019 ist das Jahr der Streiks. Klima und Frauen mobilisierten Tausende. Ein Milchstreik ist nicht in Sicht – oder?

Werner Locher: Von mir aus sofort. Nötig wäre es schon. Aber im Moment glaube ich kaum, dass man die Bauern für einen Streik gewinnen würde. Das Misstrauen untereinander ist extrem. Damals beim Milchstreik 2008 war die Solidarität einmalig. Jeder Bauer hatte das Gefühl, sich seine Berufsehre zurückzuerobern.

Ist BIG-M vielleicht etwas in die Jahre gekommen?

Locher: Sicher sind wir alle zehn Jahre älter. Manchmal stellen wir uns auch selbst die Frage, ob es uns noch braucht. Aber sollen wir einfach zusehen, wie alles den Bach runtergeht? Es lohnt sich, für kostendeckende Preise einzustehen.

Ein Schulterschluss mit Uniterre kommt nicht infrage?

Locher: Wir arbeiten zusammen, vor allem mit der Milchkommission. Aber Uniterre will eine kohärente Agrarpolitik mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Uns geht es aber nur um den Milchmarkt, egal ob einer Heu, Silage oder Kraftfutter füttert.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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