Bilanzkonferenz

Emmi weiter im Aufwärtstrend

Mehr als 50 % des Umsatzes wurden im Ausland generiert auf insgesamt 3,5 Millionen CHF. Die Beteiligungen diesbezüglich erweiterte Emmi in 2018 sukzessive. Das Unternehmen will sich infolgedessen im laufenden Jahr auf seine Exportaktivitäten noch mehr konzentrieren. Das Geschäft in der Schweiz bezeichnet CEO Urs Riedener als stagnierend.

Plus minus Null sei die Schweiz stabil gewesen. Ein super Caffe latte Sommer habe einiges aufgefangen. Käse sei bei heissen Temperaturen nicht der Renner. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % auf 3,5 Milliarden CHF. In der Schweiz sank er hingegen um 1 % auf 1,7 Milliarden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich 2018 auf 88 Millionen CHF.

  • Als Gründe für den starken Aufwärtstrend führte Riedener folgende Gründe auf:
  • Guter Sortimentenmix
  • Gezielte Unterstützung von Schlüsselmarken wie Caffee Latte
  • Internationales Geschäft mit einem Wachstum im zweistelligen Bereich in den Ländern USA, Tunesien, Chile, Mexico
  • Bündeln von Knowhow und Innovationskraft
  • Ownership Mentalität. Das motiviert die Mitarbeiter.

Ausblick und Ziele:

„Nischen, Nischen und nochmal Nischen“, sagte Riedener spielen zunehmend im Unternehmen eine Rolle. „Es sind weniger die ganz grossen Segmente, es ist der Mix“. Die Wünsche der Konsumenten aufzuspüren und schnell ins Regal zu bringen, sei wichtig. „Wir sind heute in der Lage innerhalb einer Woche die Idee konzeptionell zu entwickeln und die Kreation den Testern vorzustellen“.

Den positiven Trend will die Milchverabeiterin weiter vorantreiben. Konkret heisst das:

  • Entwicklung von regionalen Konzepten verbunden mit frischem modernem Design
  • Ziegenmilch als Kuhmilchalternative gilt es in den USA zu positionieren
  • Weiterentwicklung von lactosefreien und „Highprotein-Produkten“
  • Neue Konsumentenwünsche aufzeigen
  • Produktpräsentation als Lifestyle mit Tastings und Rezeptideen gehen einher.
  • In Tunesien will emmi das Dessertangebot erweitern. In Chile ist der Proteintrend angekommen, Lifestylethemen
  • Gute Expertisen in der lokalen Markenetablierung
  • Fokus auf die Segmente mit dem grössten Potenzial
  • Setzen der richtigen Prioritäten
  • Effiziente Allokation der Ressourcen

In Zahlen ausgedrückt will der in Luzern ansässige Konzern den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 3 % steigern. Für die Schweiz ist die Prognose bescheidener. Da gilt eher das Motto: Umsatz halten.

Kirsten Müller

Keine Chance für Langfinger

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Artikel geschrieben von

Kirsten Müller

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