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Die Behörden hätten die kontaminierten Chargen daraufhin im Januar aus dem Verkehr gezogen und landesweite Tests angeordnet, berichtete das Parteiblatt «Renmin Ribao» am Dienstag. 2008 waren in China rund 300'000 Kinder nach dem Verzehr Melamin-haltiger Milch krank geworden und mindestens sechs gestorben.
Auch in anderen Provinzen seien vergangenes Jahr verseuchte Milchprodukte gefunden worden, hiess es in dem Bericht der Zeitung über eine Konferenz der staatlichen Lebensmittelbehörde. Todesfälle oder Erkrankungen infolge des neuen Skandals sind bislang nicht bekannt.
Die Industriechemikalie, die zur Kunststoffherstellung und in Düngemitteln verwendet wird, täuscht in Milchpulver einen höheren Proteingehalt vor. Bei Kindern kann sie Nierensteine verursachen.
Der Milchskandal hatte internationale Wellen geschlagen, die EU und die Schweiz verhängten ein Einfuhrverbot für in China hergestellte Milchprodukte. Im November 2009 wurden in China zwei leitende Mitarbeiter einer inzwischen zusammengebrochenen Unternehmensgruppe für ihre Rolle in dem Skandal hingerichtet.