Stallbau

Es werde Licht

Beim Bau oder der Renovierung eines Stalles sollte das Thema Beleuchtung eine tragende Rolle spielen. Wir zeigen, was moderne Beleuchtungskonzepte auf Praxisbetrieben bewirken.

Bei der optimalen Ausleuchtung eines Kuh- oder Rinderstalls gibt es viele Punkte zu beachten. Zum einen spielen die Energiekosten eine grosse Rolle, da veraltete Leuchtmittel viel Strom gebrauchen. Zudem kann es bei unzureichendem Licht zu vorzeitigen Ermüdungserscheinungen bei der Arbeit kommen und somit die Tierkontrolle im Stall darunter leiden.

Noch viel interessanter ist es aber, dass eine passende Beleuchtung die Milchleistung von Kühen und deren Gesundheit beeinflussen kann.

Das Rind sieht anders

Während der Mensch lediglich über einen Blickwinkel von 200° verfügt, sieht ein Rind in einem Winkel von etwa 330° um den Körper. Allerdings beträgt die Sehschärfe eines Rinds nur etwa 30 % der Sehschärfe eines Menschen.

Da diese massgeblich von der Beleuchtungsintensität abhängt, ist ein durchdachtes Beleuchtungskonzept für das Wohlbefinden des Tiers umso wichtiger. Auch nimmt das Tier mit etwa 60 Bildern pro Sekunde Bewegungen nicht so «flüssig» war wie das menschliche Auge. Vor allem flimmernde Lampen sollten somit vermieden werden.

Da das Rind über eine gute Restlichtverstärkung verfügt, ist eine Nachtbeleuchtung für den Stall nicht zwingend erforderlich. Allerdings werden Unterschiede zwischen hell und dunkel erst langsam wahrgenommen. Viele Schatten im Stall führen also zu einer unnötig starken Beanspruchung des Tierauges.

Rinder haben Zwei-Zapfen-Rezeptoren in der Netzhaut des Auges, die vor allem die Farben Blau und Grün erfassen. Deshalb sind Rinder sogenannte Dichromaten. Der Mensch hat hingegen drei Zapfen und manche Wirbeltiere sogar vier.

Letztere können Licht auch im ul­travioletten Bereich wahrnehmen. Alles in allem sieht das Rind Grün, Gelb und Blau relativ gut, Rot hingegen schlecht.

Was das für die Praxis heisst und welche Möglichkeiten Sie haben optimales Licht zu schaffen, erfahren Sie in der LANDfreund-Ausgabe 03/2019.

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Artikel geschrieben von

Alexander Bertling

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