Weg zu Präzisionsdüngung

GPS- Technik auch für altbewährte Düngerstreuer

Düngerstreuer mit neuester Technik nachrüsten statt einen modernen Streuer neu anschaffen – Jakob Strebel hat dazu einen Umbaukit erfunden. Die ersten Erfahrungen sind vielversprechend.

Sind Sie mit Ihrem bewährten Düngerstreuer zufrieden, möchten diesen aber auf den neusten Stand der Technik katapultieren und dabei nicht allzu viel Geld ausgeben? Ein Umbaukit macht dies möglich.

Jakob Strebel, Elektroingenieur, entwickelt zusammen mit Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz der Abteilungen Technik in Windisch und Geomatik in Muttenz einen Baukasten für herkömmliche, weitverbreitete Düngerstreuer. «So findet GPS-Technologie preisgünstig den Weg in die Felder und spart teure Ersatzanschaffungen», hält Strebel fest.

Tüftler Jakob Strebel zeigt den umgebauten Düngerstreuer. (Bildquelle: Daniela Clemenz )

GPS für kleine Betriebe

Jakob Strebel ist sich dem Kostendruck in der Landwirtschaft bewusst. Deutlich sinkende Rohstoffpreise stehen immer teureren Investitionskosten gegenüber. In der Digitalisierung sehen vor allem Technologiefirmen und Neolandwirtschaftsberater einen Segen für die Landwirtschaft. Meistens rechtfertigen sich die Anschaffungskosten für einen Landwirt mit einem mittleren Betrieb jedoch nicht.

Strebel war sich dessen bewusst, und das motivierte ihn, nach innovativen und auch kostengünstigen Lösungen zu suchen. In einem vorgängigen Projekt flog er Felder mit einem Segler 100 m ab Boden ab, sammelte mit der Multispektralkamera Daten und wertete diese aus. Das Ergebnis war eine bunte Karte.

Gesunde Pflanzen reflektieren mehr Nahinfrarotstrahlen als Pflanzen, die krank sind oder Mangelerscheinungen aufweisen. Auch die unterschiedlichen Bodenarten können zu verschiedenen Farbmustern führen. Mit diesen gesammelten Daten lässt sich gemäss Strebel auf einfache Weise beispielsweise die Düngung der Kulturen anpassen. Die Vorgehensweise erfolgt in drei Schritten.

Zuerst muss ein Landwirt wissen, wie es um seine Felder steht. Dazu stehen ihm drei Möglichkeiten zur Verfügung: Erfahren Sie in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 07/2019, um welche drei Varianten es sich handelt. Ausserdem gibt es weitere Infos zum Umbaukit und mit welchen Kosten der Landwirt rechnen muss.

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Artikel geschrieben von

Bruno Oehrli

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