Delegiertenversammlung der Rübenpflanzer

Die Zuckerrübenbauern mit neuer Verbandsstruktur

Die Anbaubereitschaft für den Rübenanbau sinkt. Das wirkt sich auch auf die neue Verbandsorganisation und die Mitgliederbeiträge des Schweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) aus. Für die Ernte 2019 beträgt der Mitgliederbeitrag maximal 0.60 CHF/t Zuckerrüben.

In seiner Eröffnungsrede stellte SVZ-Präsident Josef Meyer nicht die sinkende Anbaubereitschaft für den Rübenanbau, Zuckerrübenpreis und Wetterkapriolen ins Zentrum, sondern richtete in zwei Punkten Kritik an den Bauern: Zum einen kritisierte er die Ablehnung des Schweizer Bauernverbands auf den Vorschlag in der AP 22+ die soziale Absicherung der Bäuerin an die Direktzahlungen zu knüpfen. «Die soziale Absicherung der Bäuerin sollte längst auf jedem Betrieb eingeführt sein. Das ist leider nicht so. Deshalb hätte man aktiv werden sollen: Statt einfach ein Nein, hätte man selber konkrete Vorschläge einreichen sollen», erklärte er.

Als zweites wies er auf den Umgang mit Pflanzenschutzmittel hin. Erst als die Initianten der Trinkwasser- und der Futur 3-Initiativen aktiv wurden, sei das Problembewusstsein der Bauern gestiegen. «Wir Produzenten müssen Verantwortung übernehmen und alles unternehmen, damit die Schweizer Bevölkerung hinter der Schweizer Landwirtschaft steht», appellierte Meyer, «denn wir sind stolz darauf Landwirt und Rübenpflanzer zu sein.»

Die statuarischen Geschäfte gingen zügig vonstatten. Die Reorganisation und Verschlankung der Strukturen wurde einstimmig durch Annahme der neuen Statuten, des Organisations- und Spesenreglements und der Wahl der neuen Vorstandsmitglieder angenommen. Neu sind auch die Transport- und Regionalorganisationen direkt im elfköpfigen SVZ-Vorstand vertreten. Auch wird die Geschäftsstelle von 25 auf 80% ausgebaut. Damit wollen die Rübenpflanzer ihre Schlagkraft bündeln. Für die Ernte 2019 beträgt der Mitgliederbeitrag maximal 0.60 CHF/t Zuckerrüben. Auch genehmigten die Delegierten bereits das Budget 2020.

Aus dem Vorstand verabschiedeten sich Marie-Louise Simon aus Ins, Bruno Landolt aus Ins, Martin Studer aus Niederösch, Daniel Vetterli aus Rheinklingen und Urs Denzler aus Truttikon. Auch die Delegierten aus der Ostschweizer Vereinigung Paul Schilling und Peter Wepfer wurden verabschiedet, ebenso wie Beat Salvisberg und Stefan Flury der Westschweizer Vereinigung.

Catherine Metthez von der Schweizer Zucker AG präsentierte die neue Werbekampagne der Schweizer Zucker AG. Statt auf clean, stilvoll, dezent setzt man in der Kampagne auf die Rübenpflanzer. Damit will man die Nachhaltigkeit der Schweizer Zuckerrübenproduktion untermauern.

Eine Grussbotschaft überbrachte Alexander Krick, stv. Generalsekretär der europäischen Vereinigung der Zuckerrüben-Pflanzer (CIBE). Eine Entspannung am europäischen Zuckermarkt sei nicht in Sicht. Die Preise sind tief, die Anbaumenge gross. Sorgen bereiten ihm nicht nur die weltmarktabhängigen Preisvolatilitäten, sondern ebenso die Planungssicherheit, was den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln betreffe. Die Bewilligungspraxis wird immer restriktiver und aufwendiger.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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