Fütterung

Mais-Bohnen-Gemisch: Eine Alternative für die Ration

Die Einsaat von Bohnen in Mais steigert den Proteingehalt der Silage. Verwenden Sie aber unbedingt phasinarme Bohnensorten. Nur so erhält die Mais-Bohnen- Silage Gesundheit und Leistung der Tiere.

Die Züchtung macht's möglich

Der Proteingehalt des Mais-Bohnen-Gemenges wird vor allem vom Bohnenanteil bestimmt, denn die Bohnen enthalten zweieinhalb Mal so viel Protein wie der Mais.

Herkömmliche Garten-Stangenbohnensorten sind für den Mischanbau mit dem Mais ungeeignet, denn sie werfen zu früh die Blätter ab, haben ein zu grosses Korn und sind sehr teuer.
Seit 2013 selektieren die Sativa Rheinau AG und die KWS Saat SE in enger Kooperation mit den Universitäten Göttingen, Weihenstephan und Hohenheim Bohnen- und Maissorten, die optimal für den Mischanbau geeignet sind.

Mit der Bohnensorte ‹WAV612› hat man eine optimale Partnerin für den Mais gefunden:

  • Sie bildet viel Biomasse.
  • Sie ist kältetolerant, und man kann sie zusammen mit dem Mais aussäen.
  • Sie reift gleichzeitig mit Mais ab.
  • Sie hat ein kleines Tausendkorngewicht (TKG). Dies ermöglicht die gemischte Saat mit dem Mais und senkt die Saatgutkosten für den Landwirt.
  • Der Phasingehalt im Korn ist mit 3 mg/g sehr niedrig.

Rechnen Sie mit tieferen Erträgen

Im ersten Versuchsjahr 2016 lagen die Erträge in den Mais-Bohnen-Verfahren 19  % tiefer als im Maisreinanbau. Damals wurden noch 7,5 K./ m2 Bohnen/gesät, was zu hoch war. 2017 und 2018 legte das Forum Ackerbau neue Versuche an. Dabei verglich man unterschiedliche Saatdichten der Bohnen. Zusätzlich wurde an zwei von drei Standorten ein Verfahren mit reduzierter Düngung eingebaut.

Diese Versuchsvariante sollte zeigen, ob die Mischkultur bei niedriger Nährstoffverfügbarkeit vom Stickstofffixierungsvermögen der Bohnen profitieren kann. Im Durchschnitt über alle Verfahren lag der Ertrag im Mais-Bohnen-Anbau 2017 15 % tiefer als im Mais-Reinanbau. 2018 betrug die Differenz 12 % zugunsten der Maisreinkultur. Zwischen den Saatdichten konnte keine klare Tendenz festgestellt werden. Und auch die reduzierte Düngung hat in den ersten zwei Jahren keine eindeutigen Unterschiede im Ertrag gezeigt.

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Artikel geschrieben von

Andrea Enggist und Ueli Wyss

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