Maisrundgang: Untersaaten und mechanische Unkrautbekämpfung

Mechanische Unkrautbekämpfung ist arbeitsintensiv. Es sei denn, man sät die Untersaatmischung gleichzeitig mit dem Mais ein – dann aber muss man relativ hohe Ertragseinbussen in Kauf nehmen.

Bereits im dritten Jahr führen Urs und Simon Häfeli in Seon (AG) zusammen mit der Landwirtschaftsschule Liebegg Maisversuche durch. Mit dabei an der gestrigen Versuchsbesichtigung waren die LANDI Unteres Seetal, UFA Samen und ETH-Professor Christian Schöb von der Forschungsgruppe Agrarökologie. Erstmals präsentierte Andrea Enggist von der Liebegg Resulate der Ertragserhebung 2018.

Die höchsten Erträge bis zu 200 dt TS/ha wurden 2018 mit Herbizideinsatz erreicht. Beim Verfahren herbizidfrei mit Untersaaten waren die Hektarerträge bis 30 bis 40 dt tiefer. Ob sich das mit dem Ressourceneffizienzbeitrag von 250 Fr./ha kompensieren lässt, ist fraglich. Neben dem Ertragsverlust fallen auch höhere Mechanisierungskosten an. Nichtdestotrotz die Landwirte interessieren sich für das Thema Untersaaten bei Mais, ist doch von der Gesellschaft her der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer mehr verpönt.

Mais will keine Konkurrenz

Beim Ansäen mit Untersaaten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder gleichzeitig aussäen oder erst im Vierblattstadium.

Bei der gleichzeitigen Aussaat läuft die Untersaat gut auf, konkurrenziert jedoch den Mais um Licht, Nährstoffe und Wasser. Auch ist keine nachträglich mechanische Unkrautbekämpfung möglich. Das sei bei dem einen Versuchsfeld im vergangenen Jahr verheerend gewesen, weil sich dort Hirsenester breit gemacht hatten, führte Andrea Enggist von der Liebegg aus. Ganz schlecht sei die gleichzeitige Untersaat aber dann doch nicht, denn der Boden sei gedeckt und Erosion werde verhindert.

Die Ertragsverluste waren bei der nachträglichen Einsaat der Untersaat etwas geringer. Dort konnte man das mitlaufende Unkraut bis zum Vier- oder Sechsblattstadium mechanisch bekämpfen.

Punkto Bodenbearbeitung erreicht man nach wie vor bessere Erträge durch den Pflugeinsatz. Ob man mit einer normalen Sämaschine oder einer Duplex-Aerosem ansät, habe keine grossen Einfluss auf den Maisertrag.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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