Futterbau

Mehr aus der extensiven Wiese

Bis zu 1920 CHF Zuschuss pro Hektar erhalten, wenn Sie Ihre Wiese zur Qualitätsstufe II führen. Die Gewinnfaktoren sind: Neuansaat, ein angepasster Schnitttermin oder künftig vielleicht eine leichte Mistgabe.

In der Schweiz gibt es über 82 000 ha extensive Wiesen. Aber nur auf 35 000 ha lösen die Landwirte zusätzlich Beiträge für die Qualitätsstufe II. Würden es die Betriebe schaffen, nur auf der Hälfte der restlichen extensiven Wiesen die Qualitätsstufe II zu erreichen, könnten sie jährlich um die 40 Mio. CHF mehr Umsatz erzielen.

Genau dieses Ziel hat sich Stefan Liechti, Lohnunternehmer, Meisterlandwirt und IP-Suisse-Produzent in Kirchlindach, BE gesetzt. Er bietet den Betrieben in der Region sozusagen ein Upgrade für ihre extensiven Wiesen an. Seit 2014 drischt er als Spenderflächen bezeichnete extensive Wiesen mit hoher Artenvielfalt in der Region. Anschliessend trocknet und reinigt er das Saatgut in einer Eigenbau-Trocknungsanlage. Und schliesslich sät er es in Streifenfrässaat auf geeigneten extensiven Wiesen der Qualitätsstufe I aus.

Mit Erfolg: Ein Grossteil dieser Flächen wird anschliessend in die Qualitätsstufe II aufgenommen. Dazu bietet er ein interessantes Abrechnungsmodell: Der Auftraggeber bezahlt dem Lohnunternehmer nur den vollen Betrag, wenn die Fläche zu 100 % die Qualitätsstufe II erreicht. Ein Status, für den ein Landwirt im Talgebiet pro Hektare immerhin 1920 CHF zusätzliche Direktzahlungen auslöst.

Lohnunternehmer Stefan Liechti bietet in der Region einen Vollservice für die Wiesenaufwertung an. Der auftraggebende Landwirt zahlt einen nach Erfolg der Qualitätseinstufung abgestuften Betrag. (Bildquelle: Stephan Jaun)

Potenzial vorhanden

Auf rund 47 000 ha könnten die Landwirte also versuchen, mehr Direktzahlungen auszulösen, ohne zusätzliche Flächen extensivieren zu müssen. Wie das geht und was beachtet werden muss, erfahren Sie in der LANDfreund-Ausgabe 03/2019.

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Artikel geschrieben von

Stephan Jaun

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