Sonnenblumen

Sonnenblumen: Comeback der Untersaaten

Für den Boden sind Untersaaten in den Sonnenblumenfeldern Gold wert. Sie reduzieren den Unkrautdruck und schützen vor Erosion und Verschlämmung.

Untersaaten in Sonnenblumen sind eigentlich nichts Neues. Heute stehen dafür passende Saatgutmischungen und eine ausgefeilte Saat-, Striegel- und Hacktechnik zur Verfügung. Auch findet ein Umdenken statt, und man sucht Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln. Zudem wird das Bewusstsein für einen «gesunden» Boden immer grösser. Untersaaten sind also eine gute Option, um Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und den Boden vor Erosion und Verschlämmung zu schützen.

Ab diesem Jahr bekommt man auch im Pfluganbau einen Herbzidverzichtsbeitrag von 250 CHF/ha, im pfluglosen Anbau sind es 450 CHF/ha. Kein Wunder also, dass Saatguthändler ihr Angebot an Untersaatmischungen jeweils passend zu den einzelnen Kulturen erweitern.

Sonnenblumen entwickeln sich nach der Saat zögernd. Es dauert einige Wochen, bis sich die Reihen schliessen und der Boden beschattet wird. Dann aber gelangt nur wenig Licht auf den Boden, denn die Sonnenblumenblätter bilden ein dichtes Dach.

Untersaat passt gut

Sobald die Abreife einsetzt, verlieren die Pflanzen ihre Blätter, und es fällt wieder Sonnenlicht auf den Boden. Dies ist die heikle Phase, in der es zu Spätverunkrautung kommen kann. Die Entwicklung der Sonnenblume passt optimal zum Anbausystem mit Untersaat.

Während der langsamen Jugendentwicklung hilft die Untersaat, den Boden rasch zu bedecken. Danach schiessen die Sonnenblumen in die Höhe, wodurch die Untersaat sich wegen Lichtmangel eher langsam weiterentwickelt. Sobald während der Abreife aber wieder Licht auf den Boden gelangt, kann die Saat ihr volles Potenzial ausschöpfen und einen dichten Teppich bilden. Nach der Ernte ist der Boden bewachsen und abgedeckt, ohne dass man noch etwas einsäen muss. Auf dem Markt gibt es Untersaatmischungen, die Sie gleichzeitig mit den Sonnenblumen säen können. Andere Mischungen sind für die Saat kurz vor Reihenschluss geeignet.

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Artikel geschrieben von

Andrea Enggist

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