Mais

Zehn Tipps, damit der Maisanbau gelingt

Bieten Sie dem Mais optimale Wuchsbedingungen. Es zählen Saattermine, Saatdichte, Unkrautbekämpfung und Düngung.

1 Wählen Sie die beste Fruchtfolge

Mais ist grundsätzlich selbstverträglich, das heisst Mais kann auf Mais angebaut werden ohne grosse Ertragsrückgänge. Wegen der Bodenstruktur, Nährstoffverlusten, Humusabbau und Problemunkräutern sollten Sie aber trotzdem eine geregelte Fruchtfolge einhalten. In Regionen mit Maiswurzelbohrerbefall ist der Anbau von Mais nach Mais untersagt. Häufig wird Mais nach Kunstwiese oder Zwischenfutter angebaut, da noch ein Schnitt vor der Maissaat gemacht werden kann. Zudem kann der Mais die Nährstoffe der eingearbeiteten Kunstwiese optimal ausnutzen, da während der maximalen Mineralisation im Boden der Mais den höchsten Nährstoffbedarf hat.

In gewissen Jahren können eine vorgängige Schnittnutzung und damit eine spätere Maissaat aber zu tieferen Erträgen und Qualitätseinbussen führen. In einem Praxisversuch der Liebegg lagen die Erträge nach einem Zwischenfutter leicht tiefer als nach einer Gründüngung, und der Kolbenanteil war 8 % geringer. In nassen Frühlingen verzögert die Schnittnutzung der Wiese die Maissaat. In trockenen Jahren fehlt dem Mais das Wasser, das von der vorgängigen Wiese aufgenommen wurde. Sie müssen somit abschätzen, ob Sie für Ihren Betrieb den höchstmöglichen Mais­ertrag anstreben wollen oder ob Ihnen der Futterertrag aus einer Schnittnutzung wichtiger ist.

Besser früh säen: Links sehen Sie gut entwickelte Maiskolben, die früh nach einer Gründüngung gesät wurden – rechts wurde spät nach einer Kunstwiese mit Schnittnutzung gesät. (Bildquelle: Liebegg)

2 Fördern Sie den Humusgehalt und die Bodenstruktur

Das trockene Jahr 2018 hat es gezeigt: Auf Böden mit guter Bodenstruktur und vor allem hohem Humusgehalt litt der Mais weniger stark unter der Trockenheit.

Achten Sie darauf, dass Sie im Verlauf der gesamten Fruchtfolge humusfördernde Massnahmen einbauen, wie zum Beispiel Mist oder Kompost einarbeiten, Kunstwiesen und Gründüngungen einplanen oder Ernterückstände auf dem Feld lassen.

Mais ist eine erosionsanfällige Kultur. Achten Sie deshalb auf eine gute Bodenstruktur. So beugen Sie Verschlämmung und Erosion vor.

Beispielsweise können Sie das Saatbett für die grossen Maiskörner eher grob belassen, oder Sie vermeiden, dass der Boden vor der Saat zu lange unbedeckt ist. Die Bodenkrümel in der obersten Schicht werden ansonsten durch Witterungseinflüsse zerstört.

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Die letzten Jahre haben es gezeigt: Optimale Maiserträge bringen nur die Sorten, die auch mit Wetterextremen zurechtkommen.

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Artikel geschrieben von

Andrea Enggist und Erich Huwiler

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