Milchmarkt

3 Rp. Nachhaltigkeitszuschlag für Produzenten

Die Schweizer Milchbranche steht vor einem Meilenstein: Anfang September 2019 führt die BO Milch zusammen mit den Marktpartnern den Branchenstandard Nachhaltige Schweizer Milch ein.

Zehn Grund- sowie zwei Zusatzanforderungen bilden die Basis des neuen Standards auf Seiten der Milchproduktion. Industrielle und gewerbliche Verarbeiter werden für ihren Bereich ebenfalls Anforderungen erfüllen.

"Wir sind überzeugt, dass Schweizer Milch und Schweizer Milchprodukte im weltweiten Vergleich qualitativ hervorragend sind, dies auch in Bezug auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und Fütterung. Wir wollen mit dem Standard ein Fundament schaffen, um diese positiven Eigenschaften auf den Produkten, in der Kommunikation und am Verkaufspunkt auszeichnen zu können. Produkte, welche die Anforderungen des Standards erfüllen, sollen in Zukunft unsere Nachhaltigkeits-Kennzeichnung tragen."

Der Vorstand der BO Milch hat in den vergangenen Wochen weitere Vorentscheide gefällt. Er macht zuhanden der Delegiertenversammlung vom 2. Mai 2019 die folgenden Vorschläge:

  • Im zu verabschiedenden Reglement werden die Ziele, das Kontrollsystem und die Anforderungen auf Stufe Produktion, Erstmilchkauf, Verarbeitung und Kennzeichnung integriert.
  • Der Nachhaltigkeitszuschlag zugunsten der Produzenten wird im Reglement festgeschrieben. Er beträgt 3 Rp. für Molkereimilch im A-Segment. Dieser Zuschlag wird über das Richtpreissystem explizit abgebildet.
  • Eine Kennzeichnung für Milchprodukte, welche den Branchenstandard erfüllen, wird zusammen mit den damit verbundenen Marketingmassnahmen derzeit aufgebaut und kann ab Sommer von den Marktakteuren verwendet werden.
  • Der Nachhaltigkeitszuschlag wird ab dem 1. September ausbezahlt, weil ab dann die gekennzeichneten Produkte in den Läden verfügbar sind.

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Die Molkerei Lanz zahlt den besten Milchpreis im ÖLN-Segment. Emmi ist bei Bio top. Für Käsereimilch erhalten die Gruyère-Produzenten die besten Preise.

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