Milchvieh

Durchbruch gelungen bei Staph. aureus Genotyp B

Tessin sagt Staph. aureus GTB den Kampf an. Dazu läuft ein Ressourcenprojekt – mit Erfolg: In 14 Monaten sank die Zahl der positiv getesteten Tiere um 95 %.

In der Schweiz verursacht Mastitis bei Rindern pro Jahr einen Verlust von 129,4 Mio. CHF. 79 Mio. CHF davon sind ansteckenden Bakterien zuzurechnen. Dafür verantwortlich ist das Bakterium Staphylococcus aureus Genotyp B (SA GTB), welches laut Agroscope in der Schweiz weitverbreitet ist, betroffen sind vor allem die Alpregionen.

Staph. aureus verursacht ansteckende Euterentzündungen, führt zu grossen wirtschaftlichen Verlusten und trägt zum vermehrten Antibiotikaverbrauch bei. GTB ist ebenfalls ein Problem für die menschliche Gesundheit, da es Toxine produzieren und über Milchprodukte zu Lebensmittelvergiftungen führen kann.

SA GTB wird von infizierten Kühen auf gesunde während des Melkens durch die Melkaggregate übertragen. Eine Sanierung ist die einzige Möglichkeit, diesen Erreger aus einer Herde zu eliminieren. Dabei ist die Schlachtung der infizierten Kühe nur selten nötig

GTB-Sanierungen anhand des Agroscope-Leitfadens basieren auf Identifizierung von kranken Tieren mit einer neuen biomolekularen Testmethode (qPCR). Dann ist eine richtige Melkreihenfolgen und Gruppen- einteilung der Herde unerlässlich, zwischen GTB-negativen und -positiven Tieren. Zielführend ist die Anwendung des passenden Antibiotikums. Nichtheilbare Tiere müssen geschlachtet werden. Besonders betroffen von GTB war der Kanton Tessin. Im Rahmen eines Ressourcenprojekts setzte man sich zum Ziel, möglichst alle GTB-infizierten Tessiner Milchviehherden GTB-frei zu machen.

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Artikel geschrieben von

Lorenzo Sesso

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