Mutterkuhhaltung

Mutterkuh-Schweiz-Betriebe sind nachhaltig

Die Resultate der durch die SFS durchgeführten SMART-Analyse zeigen, dass im Bereich der Biodiversität grosse Unterschiede zwischen den Betrieben bestehen.

Ende 2018 hat Mutterkuh Schweiz die SFS (Sustainable Food System GmbH) mit einer Nachhaltigkeitsbewertung einiger ihrer Mitgliedsbetriebe beauftragt. Die Analyse basiert auf 12 herkömmlichen Betrieben und 12 Bio-Betrieben. Die Resultate der durch die SFS durchgeführten SMART-Analyse zeigen auf, dass die teilnehmenden Betriebe in den meisten Bereichen über dem Durchschnitt liegen. Das entspricht einem Nachhaltigkeitsniveau von gut bis sehr gut.

Ziel des ersten Teils des Projektes war es, mit Hilfe des Tools SMART-Farm die aktuelle Nachhaltigkeit der Mitgliedsbetriebe zu bestimmen und die Stärken und Schwächen der Betriebe und der Produktion generell aufzuzeigen. Aufgrund der kleinen Anzahl der in der Stichprobe enthaltenen Betriebe können die Resultate nicht für alle Mitgliedsbetriebe von Mutterkuh Schweiz verallgemeinert werden. Dennoch verschaffen sie einen Überblick.

Die Resultate dieser SMART-Analyse sind erfreulich, da die Mehrheit der untersuchten Bereiche auf einem guten bis sehr guten Niveau liegen. Der Vorstand wird demnächst entscheiden, welche der Themen mit Verbesserungspotenzial er vertieft zu analysieren wünscht.

Das Tool SMART-Farm umfasst vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gute Unternehmensführung, Ökologische Integrität, Ökonomische Resilienz und Soziales Wohlergehen), 21 Themen, 58 Unterthemen mit jeweils spezifischen Indikatoren. Das Tool basiert auf den durch die FAO errichteten SAFA-Leitlinien zur Nachhaltigkeit.

Im Bereich der Ökologischen Integrität, die die höchsten Durchschnittswerte erreicht hat, wird der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auf den analysierten Betrieben derzeit als gut bis sehr gut eingestuft. Auch der hohe Standard des Tierwohls wurde hervorgehoben.

Die Resultate zeigen jedoch auch, dass im Bereich der Biodiversität ein beachtlicher Unterschied zwischen den «besten» und den «weniger guten» besteht. Dasselbe gilt für die Verwendung erneuerbarer Energien. Die Verbesserungsvorschläge sind also auf diese beiden Themen ausgerichtet.

Wirtschaftlich gesehen weist die Mehrheit der analysierten Betriebe schwarze Zahlen vor. Zum grössten Teil sind sie wirtschaftlich gesund und können in ihre Infrastrukturbedürfnisse, Maschinen usw. investieren. Vier der berücksichtigten 24 Betriebe können jedoch ihre Fixkosten nicht abdecken und fünf erzielen kein Einkommen. Zudem besteht bei der «Bekanntheit des Produkts» Verbesserungspotenzial bezüglich Direktverkauf / Transparenz sowie bei der Bekanntheit des Ortes und der Produktionsbedingungen der fünf hauptsächlichen Produktionsmitteln.

In Bezug auf das Soziale Wohlergehen geniessen die Betriebsleiter sowie ihre Angestellten gemäss Kriterien der FAO einen anständigen Lebensstandard. Die Betriebsleiter könnten jedoch mehr Weiterbildungen besuchen. Zudem könnten ihre Angehörigen bei Invalidität durch Unfall oder im Todesfallbesser geschützt oder versichert sein.

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