Milchvieh

Nur Mut: Lösen Sie sich von alten Zöpfen

Zurücklehnen und alles so machen wie Grossvater, ist einfach. Martin Kaske ist aber überzeugt, dass es gerade für Hochleistungsbetriebe an der Zeit ist, alte Dogmen zu hinterfragen.

Seit Jahrzehnten gilt das Dogma, dass die Laktation einer Kuh 305 Tage dauert, um eine Zwischenkalbezeit von einem Jahr zu erreichen. Langsam, aber sicher gerät dieses Dogma ins Wanken. «Wir führten in Deutschland eine Studie durch und stellten fest, dass es durchaus möglich ist, Hochleistungskühe wesentlich länger als 305 Tage zu melken, ohne dass wir in Hinblick auf die Fruchtbarkeit und die Leistung Probleme zu erwarten haben», erklärt Prof. Dr. Martin Kaske, Geschäftsführer des Schweizer Kälbergesundheitsdiensts.

Im Gegenteil: Die Studie zeigte, dass bei späterer Besamung die Chance auf eine Konzeption höher ist, und gleichzeitig erreicht man eine Reihe von Vorteilen. Der Landwirt muss seine Tiere nicht mit einer sehr hohen Leistung trockenstellen. Die Persistenz scheint bei späterer Besamung offensichtlich besser zu sein.

Die Ergebnisse der Studie sind allerdings nur für ganz bestimmte Betriebe relevant. Für welche Betriebe eine verlängerte Laktation interessant ist, erfahren Sie in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 05/2019.

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Schnell gelesen:

  • Eine längere Laktation ist für zirka 10 bis 20 % der Schweizer Betriebe sinnvoll.
  • Hochleistungsbetriebe erfahren durch die verlängerte Laktation eine Handvoll Vorteile.
  • Bei Hochleistungstieren scheint die Persistenz bei späterer Besamung besser zu sein.

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Artikel geschrieben von

Nadine Maier

Redaktorin

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