Die Stadt erlebt Landwirtschaft hautnah

Walter Grob führt die Kinder in die Kunst des Käsens ein. Bildquelle: Strickhof
Walter Grob führt die Kinder in die Kunst des Käsens ein. Bildquelle: Strickhof

Unter dem Motto „Landwirtschaft erleben – Landwirtschaft vermitteln“ organisierten die angehenden Agrotechnikerinnen und -techniker HF in der Bahnhofshalle Zürich eine eintägige Ausstellung. Mit dabei waren auch die Kühe Corella und Alana.

Die Absolventinnen und Absolventen der Agro-Techniker-Klasse der Höheren Fachschule (HF) am Strickhof betrieben Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft: Sie füllten am 1. März die Bahnhofshalle im Zürcher Hauptbahnhof mit Eindrücken aus der Landwirtschaft. Sie stellten die Wertschöpfungskette von Milch und Kartoffeln nicht nur mit Fotos dar, sondern mit waschechten Kartoffeln, Kartoffelstauden und modernen Maschinen.
Dazu gehörten unter anderem ein Kartoffelvollernter, ausgestellt von der Brack Landtechnik AG, sowie ein Melkroboter vom Lely Center Suisse. Die Schaukäserei aus Engelberg hatte nicht nur einen Stand mit den verschiedensten Käsesorten, sondern auch eine urchige Schaukäserei. Der Käser Walter Grob holte sich für das Käsen Hilfe aus dem Publikum und zeigte vor, wie dieses Handwerk funktioniert. Das Ende der beiden Wertschöpfungsketten stellten die Veranstalter mit der Vereinigung von Milch und Kartoffeln in Form von Raclette dar.

Frostige Temperaturen zerrten am Absatz
Trotz der frostigen Temperaturen verkauften die Agrotechnikerinnen und -techniker einige hundert Raclette-Portionen an die Besucherinnen und Besucher. Auch das Glühbier des Stammheimer «Hopfentropfen» fand grossen Anklang. Bei den restlichen Marktfahrern des Bauernmarktes nagte das Wetter leider stark am Absatz. Trotzdem meinten viele Passanten, dieser Anlass solle nicht einmalig bleiben und am besten gleich während mehrerer Tage stattfinden.
Auch Hanna Rikenmann aus dem Organisationskomitee (OK) ist zufrieden mit dem Verlauf des Tages: «Wir können zwar Bilder in den Social Media teilen, damit die Konsumentinnen und Konsumenten diese betrachten können, aber die Interpretation der Bilder ist jedem selber überlassen. Hier im Hauptbahnhof können wir mit den Leuten diskutieren und ihnen aufzeigen, was unseren Beruf so spannend, abwechslungsreich und zugleich herausfordernd macht. Damit wollen wir den häufig negativen Berichten über die Landwirtschaft in den Medien entgegenwirken.»

Reibungsloser Ablauf
Die Bauchefin im OK Julia Hunziker aus Herznach AG, erzählte rückblickend: «Trotz der vielen Vorgaben der SBB konnten wir die Veranstaltung reibungslos über die Bühne bringen. Dies ist vor allem den selbstständigen Helfern zu verdanken. Ohne einen solchen Trupp an helfenden Händen wäre dies nicht möglich gewesen.» Die Zusammenarbeit mit der SBB habe sich schlussendlich auch einfacher gestaltet als erwartet, berichtete Julia Hunziker weiter.
Das OK ist glücklich über den problemlosen Verlauf des Tages und begeistert von dem medialen Interesse am Anlass. Es wünscht sich, dass Anlässe dieser Art häufiger veranstaltet werden, damit die Wertschätzung der Landwirtschaft bei den Konsumenten wächst und über politische Vorstösse mit dem notwendigen Wissen abgestimmt werden kann.

Text: Selina Hug

Schlagworte

Landwirtschaft, techniker, Bahnhofshalle, Agrotechnikerinnen, Hauptbahnhof, Konsumenten, Anlass, Tage, SBB, Hunziker

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