100 Jahre St. Gallische Saatzucht

Die St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft feiert: Mit einer Jubiläumsschrift, Festreden und dem Tag der offenen Tür.

Es brauche solche Organisationen, die sich mit Leidenschaft der Saatzucht widmen und damit die Ernährungssicherheit der kommenden Generationen gewährleisten, erklärte Markus Ritter in seiner Festrede. Im Laufe der Zeit hat sich aber vieles geändert. Mit der Gründung der St. Gallischen Saatzucht 1919 wollte man die Quantität und Qualität der Schweizer Getreidezucht fördern. Heute steht die Qualität immer noch im Vordergrund. Aber Quantität und Getreide sind innovativen Nischenprodukten gewichen.

«Mit konventionellen Produkten können wir uns nicht am Markt behaupten. Wir suchen stets neue Wege und Produkte, um die Wertschöpfung zu erhöhen», erklärt Geschäftsführer Christoph Gämperli. Seit seinem Amtsantritt 1997 verfolgt er diesen Weg konsequent. Die Kartoffelsorte Blaue St. Galler, eine Neuzüchtung von Gämperli, steht unter Sortenschutz und wird von den Genossenschaftern exklusiv für die Schweiz vermehrt. Bekannt ist die Saatzuchtgenossenschaft aber vor allem mit ihren kaltgepressten «native» Ölen.

Die Degustation der verschiedenen Öle war denn auch das Highlight am Tag der offenen Tür. Welches Öl riecht und schmeckt am besten? Ist es das vielfach ausgezeichnete St. Galler kaltgepresste Rapsöl oder ist es Leindotter-, Wallnuss-, Hanf- oder Mohnöl? Wer den Gaumen kitzeln wollte, probierte anschliessend Aceto Balsamico San Gallico, hergestellt aus Äpfeln, Quitten und Zwetschgen. Der Aceto San Gallico wurde von der St. Gallischen Saatzucht zusammen mit dem Landwirt Pascal Brändle aus Lömmenschwil entwickelt und perfekt auf die St. Galler Öle abgestimmt.

Für die Kinder war der Fall klar, statt Öle oder Aceto probierten sie lieber das Rapsglace.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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