„Agrarpolitik 22+ muss Perspektiven bieten“

Philippe Leuba und Roger Bisig  präsentierten den Bericht der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz zur AP 22+.
Philippe Leuba und Roger Bisig präsentierten den Bericht der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz zur AP 22+.

„Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu verbessern, muss das Ziel der AP 22+“, erklärte der Waadtländer Staatsrat Philippe Leuba.

Mit der AP 22+ bietet sich die Chance, die Agrarpolitik neu zu gestalten. Dabei wollen auch die kantonalen Landwirtschaftsdirektoren mitreden. So präsentierten heute der Präsident der Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren (LDK), der Waadtländer Staatsrat Philippe Leuba, und der Zuger-Landwirtschaftsdirektor Roger Bisig die konzeptionellen Überlegungen der LDK zur AP 22+. Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu verbessern  sei prioritär, betonten sie.  Bausteine dazu seien:

  • Qualitätsstrategie mit steigender Wertschöpfung
  •  Transparenz und Ausgleich der Marktmacht
  •  neue Kooperationsformen
  • Digitalisierung
 
Gestern hatte die LDK ihren Bericht Bundesrat Schneider-Ammann überreicht, der diesen wohlwollend aufnahm, obwohl es laut Leuba durchaus Differenzen gebe. Das betrifft beispielsweise den Abbau des Grenzschutzes. „Wir wollen eine Marktöffnung, die mit der Landwirtschaft diskutiert wird. Dabei muss auch der Schweizer Bauernverband eine wichtige Rolle innehaben“, so Leuba und Bisig ergänzte: „Der Agrarschutz dient der Sicherstellung der langfristig flächendeckenden Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und des Sömmerungsgebiets“.
 
Reformbedarf sieht die LDK auch in den eigenen Reihen: Die kantonalen Landwirtschaftsämter seiennicht nur Vollzugsorgane, sondern fordern zum einen mehr Handlungsspielraum für standortangepasste Förder- und Anreizprojekte. Zum anderen brauche es einen „Befreiungsschlag“ im Kontrollwesen, wie es Bisig ausdrückte. Allem Anschein nach leiden nicht nur die Bauern, sondern auch die kantonalen Verwaltungen unter  der steigenden Komplexität des Direktzahlungssystems.
 
In seinem Schlussvotum mahnte Leuba: „Die A22+ muss besser sein als das heutige Regelwerk. Sie soll vertrauensvolle Perspektiven eröffnen und darf nicht, als Belastung empfunden werden“.

Schlagworte

Leuba, kantonalen, LDK, Perspektiven, Landwirtschaftsdirektor, Waadtländer, Staatsrat, Philippe, Wirtschaftlichkeit, verbessern

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