Betriebsleitung

Ist der Wolf in Schach zu halten?

2017 fielen 242 Nutztiere dem Wolf zum Opfer, wobei über 90 Prozent der Risse Schafe betrafen.
2017 fielen 242 Nutztiere dem Wolf zum Opfer, wobei über 90 Prozent der Risse Schafe betrafen.

Der Wolf ist ein Problem. Die Bauern in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland investieren zwar in den Herdenschutz, was sich aber kaum auszahlt.

Ist der Wolf daran schuld? In den vergangenen Jahren reduzierte sich die Anzahl der Sömmerungsbetriebe beträchtlich. So ging zwischen 2003 und 2016 laut Bundesamt für Landwirtschaft die Gesamtzahl der Sömmerungsbetriebe um rund zehn Prozent von 7472 auf 6790 zurück. Der Rückgang der Schafsömmerungsbetriebe im gleichen Zeitraum war prozentual gesehen doppelt so hoch und reduzierte sich von 1031 auf 805. Der Tierbesatz hingegen blieb bei allen Tierkategorien stabil.
Das heisst, schwierig zu bewirtschaftende Alpen wurden in den vergangenen Jahren immer weniger bestossen. Auf den Standorten von 1600 bis 2200 m ü. M. breitet sich deshalb die Wald- und Buschfläche immer weiter aus. Die Gründe dafür sind nicht nur in der mangelnden Erschliessung oder Älpler-Infrastruktur zu finden, im Strukturwandel in der Landwirtschaft oder in der Altersstruktur der Landwirte, sondern auch in der Wolfpräsenz. «Der Wolf wirkt wie ein Brandbeschleuniger im Strukturwandel», erklärt der Walliser Berater André Summermatter.
Die Schafalpung wird im Hochgebirge immer aufwendiger zu bewerkstelligen. Die Schäfer bemühen sich heute um eine Koexistenz mit dem Wolf und Herdenschutzmassnahmen sind Pflicht. Wo der Aufwand zu gross wird, gibt man die Sömmerung auf.

Was die Schweiz und ihre Nachbarländer tun, um den Wolf in Schach zu halten, lesen Sie in der LANDfreund-Ausgabe 03/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen.

Schlagworte

Wolf, Sömmerungsbetriebe, Schach, reduzierte, Strukturwandel, Wolfpräsenz, Schafsömmerungsbetriebe, Sömmerung

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