Betriebsleitung

Lohnt sich die eigene Lagerhaltung?

Einige Abnehmer haben in den letzten Jahren in grössere und moderne Lagerhallen investiert. Trotzdem nutzen sie als Ergänzung Kartoffellager bei den Produzenten. Von Vorteil sind die relativ günstigen Lagertarife der Bauern.
Einige Abnehmer haben in den letzten Jahren in grössere und moderne Lagerhallen investiert. Trotzdem nutzen sie als Ergänzung Kartoffellager bei den Produzenten. Von Vorteil sind die relativ günstigen Lagertarife der Bauern. Das Risiko der Lagerhaltung trägt der Landwirt.

Peter Aschmann, die Generationengemeinschaft Nadenbousch und Simon Hauert investieren in Lagerhallen für Kartoffeln. Sie holen sich damit Wertschöpfung auf den Betrieb und brechen Arbeitsspitzen im Herbst. Das rechnet sich für sie.

In jüngster Zeit investieren immer mehr Kartoffelproduzenten mit grossen Anbauflächen in Kartoffellager. Ihre Lager lasten sie durch Eigenproduktion sowie mit Kartoffeln von umliegenden Produzenten optimal aus.
Diese Bauern und Lagerhalter sind eingebettet in langfristig ausgelegte Handelsbeziehungen zu Abnehmern. Durch das Betreiben eines Kartoffellagers erzielen sie Wertschöpfung. Gleichzeitig tragen sie aber auch das Ausfallrisiko.
Aber welche Kosten kommen auf einen zu, wenn man eine Kartoffelhalle aufstellen möchte? Die Antwort dazu, sowie weitere spannende Details erhalten Sie in der LANDfreund-Ausgabe 09/2017. > kostenloses Probeheft bestellen.
 
Wann bewilligt der Kanton eine  Kartoffellagerhalle?
Auch landwirtschaftliche Gewerbe können Kartoffelhallen-Remisen nicht einfach in jeder Grösse erstellen. Bei den Remisen müssen sie sich an die Vorgaben des FAT­Berichts Nr. 590 halten. Für den Kartoffellagerraum richtet sich die Bewilligungspraxis nach dem Eigenbedarf, respektive der Erntemenge.
Zonenkonform ist eine Lagerhalle, wenn die eingelagerte Menge der Kartoffeln zu mehr als der Hälfte auf dem Standortbetrieb erzeugt wurde.
Aber auch, wenn sich die Bauern in der Region zu einer Produktionsgemeinschaft zusammenschliessen. Im Betriebskonzept, das man mit den Bauplänen einreichen muss, benennt der Landwirt also seine eigenen Flächen plus jene, für die er einen verbindlichen Vertrag mit umliegenden Kartoffelproduzenten hat. Solche Kühlgemeinschaften sind auch bei Obstproduzenten bekannt und es gibt sie immer mehr, weiss Clemens Meier, Raumplanungsspezialist bei SBV Agriexpert.
Der landwirtschaftliche Charakter des Standortsbetriebs muss beim Bau von Kartoffellagern und Remisen erhalten bleiben. «Dann erhält man die Bewilligung ohne grössere Probleme, vor allem, wenn eine Remise als Ersatz für einen Rückbau von bestehenden Bauten dient», fügt Meier an. Eine Remise oder ein Kartoffellager hingegen freistehend oder abgesetzt vom Betrieb aufzustellen, stosse immer wieder auf grosse Schwierigkeiten in der Bewilligungspraxis.

Schlagworte

Kartoffellager, Kartoffelproduzenten, umliegenden, Wertschöpfung, Remisen, Bewilligungspraxis, Remise, Meier, FAT, Produzenten

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