Pflanzenbau

So sparen Sie Diesel

Toni Meier holt auch die Rundballen effizient ein. Dafür steht ein hydraulisch betriebener Anhänger zur Verfügung, den sein Partner Hanspeter Breiter aus einem alten Ladewagen konstruierte.
Toni Meier holt auch die Rundballen effizient ein. Dafür steht ein hydraulisch betriebener Anhänger zur Verfügung, den sein Partner Hanspeter Breiter aus einem alten Ladewagen konstruierte.

Lassen Sie die Sonne arbeiten, und minimieren Sie die Anzahl Arbeitsdurchgänge. Das ist effizient, kommt der Umwelt und vor allem Ihrem Portemonnaie zugute.

Im Sommer 2018 fehlte es nicht an Sonnentagen. Die Futterernte wurde vielerorts dennoch nach herkömmlicher Art und Weise durchgeführt: Frühmorgens mähen, dann ein- oder zweimal zetten, Nachtschwaden machen am Abend, wieder zetten am nächsten Tag, Mädli machen und so weiter. Dann möglichst am zweiten oder dritten Tag heimführen.
Toni Meier aus Flaach (ZH) macht es anders, wie er an der Waldhoftagung darlegte: Seit zehn Jahren wartet er jeweils auf eine längere Schönwetterperiode. Die Wetterprognosen sollten mindestens sechs Tage Sonnenschein vorsehen. Dann mäht er und lässt das Gras fünf bis sechs Tage liegen. Er zettet einmal und macht keine Nachtmädli. Am fünften beziehungsweise sechsten Tag nimmt er das Heu früh am Morgen mit einem Sternradrechen zusammen, wendet am frühen Nachmittag bei der grössten Hitze den Schwad noch einmal und fängt dann mit Pressen an, beziehungsweise ein Lohnunternehmer übernimmt das Pressen.

Kosten runterfahren
Auch die Luzerne lässt er am Mähtag einfach liegen, allerdings fängt er am zweiten Tag früh am Morgen (4.30 Uhr) mit Zetten an. So sorgt er dafür, dass die Luzerneblätter beim Abtrocknen nicht abfallen.
Zum Mähen verwendet der Landwirt einen Messerbalkenmäher mit einer zapfwellenbetriebenen Antriebsdrehzahl von 750 U/min. Gefahren wird mit einer Geschwindigkeit von 9 bis 12 km/h. Auf eine Hektare benötigt er dafür 2.5 l Diesel.
«Bei der herkömmlichen Futter- ernte verbraucht ein Landwirt im Schnitt 15 bis 18 l/hs Diesel. Wir konnten den Dieselverbrauch vom Mähen bis zum Pressen auf 10 bis 12 l runterbringen», fügt er an. Wenn man im Schnitt 4 l Diesel einspart, reduziert man beim aktuellen Dieselpreis von 1.80 CHF die Treibstoffkosten um 7.20 CHF/ha. Das scheint nicht viel zu sein, aber je nach Betriebsgrösse und aufs ganze Jahr bezogen fällt es ins Gewicht.

Weitere spannende Details und Berechnungen finden Sie in der LANDfreund-Ausgabe 10/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen

Schlagworte

zetten, Diesel, Tag, utm, mähen, Vorteilspakete, Pressen, CHF, LANDfreund, fängt

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