Betriebsleitung

Vorbote des neuen Klimas

Die Wetterrisiken steigen. Das betrifft nicht nur Trockenheit, sondern auch Starkniederschläge. Deshalb fordert der Schweizer Bauernverband eine Subventionierung von Ernteversicherungen.
Die Wetterrisiken steigen. Das betrifft nicht nur Trockenheit, sondern auch Starkniederschläge. Deshalb fordert der Schweizer Bauernverband eine Subventionierung von Ernteversicherungen.

Der heisse und trockene Sommer hat Folgen: Ertragseinbussen und Preissprünge machen den Bauern zu schaffen. Wir geben einen Überblick aus der Schweiz, Österreich und Süddeutschland.

In Zukunft immer weniger Wasser
Der Sommer 2018 wird ins Geschichtsbuch eingehen: Nach dem Hitzesommer 2003 verzeichnete Meteo Schweiz den zweitwärmsten und in der Ostschweiz zusätzlich den niederschlagsärmsten Sommer seit 1864. Von der Jahrhunderttrockenheit waren aber nicht alle Regionen betroffen. Während in der Westschweiz und auf der Alpensüdseite das Regendefizit weniger massiv war, litten besonders in der Ostschweiz und regional auch im Mittelland und der Nordwestschweiz die Böden unter akutem Wassermangel.
Für die Experten von Meteo Schweiz ist der Hitzesommer 2018 keine Sondererscheinung mehr, sondern Teil einer neuen Ära. «Was früher als extrem galt, ist heute normal geworden. Wirklich kühle Sommerhalbjahre sind aus dem Schweizer Klima längst verschwunden», schreibt Meteo Schweiz im hauseigenen Blog.
Der wenige Regen hingegen bleibe laut Klimaexperten vorerst ein Sonderereignis: Seit Messbeginn 1871 zeige das Sommerhalbjahr keinen Trend zu weniger oder mehr Niederschlag. Dennoch: Die verfügbare Wassermenge habe sich verringert und werde auch in Zukunft abnehmen. Die seit den 1990er Jahren markant angestiegene Sommertemperatur verstärkt die Verdunstung.
Mit der erwarteten weiteren Sommererwärmung werde die Sommertrockenheit in den nächsten Jahrzehnten akuter. Ab dem Jahr 2050 werden laut Klimaprognosen auch die sommerlichen Niederschlagssummen zurückgehen und die Sommertrockenheit zusätzlich verstärken.

Akuter Futtermangel
Am drastischsten präsentiert sich die Situation im Futterbau: Das Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg rechnete im August damit, dass den Thurgauer Betrieben rund 60 % des Winterfutters fehlen werden. Zwar konnte der milde Herbst noch einiges wettmachen, doch bleiben viele auf Futterzukäufe angewiesen.
Auf dem Raufuttermarkt ist die Lage angespannt. So verkündet etwa die Landi Thun in ihrem Newsletter, dass schönes Bodenheu praktisch unauffindbar sei. Folglich reagierte der Schlachtviehmarkt mit einem frühzeitigen Preisknick bei den Kühen.

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Schlagworte

Sommer, Schweiz, utm, Meteo, Hitzesommer, Ostschweiz, Vorteilspakete, Newsletter, LANDfreund, Sommertrockenheit

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