Direktvermarktung

Authentisch verpackt verkauft sich’s besser

Wer verarbeitete Produkte verkauft, sollte bei der Etikettengestaltung die bäuerliche Herkunft unterstreichen und trotzdem einen professionellen Eindruck vermitteln. Solche Produkte lösen mehr am Markt.

Kleider machen Leute» – der Titel der bekannten Novelle des Schweizer Autors Gottfried Keller gilt auch für Lebensmittel: Die Verpackung macht aus einem guten Produkt eines, das sich auch gut verkauft. Das ist vor allem für Direktvermarkter wichtig, die ihre Lebensmittel in Hofläden oder in Spezialitätengeschäften absetzen. Wenn auf der Verpackung die bäuerliche Herkunft und eine professionelle Verarbeitung klar ersichtlich sind, sind Konsumenten bereit, Mehrpreise von 20 % zu bezahlen. Das zeigt eine Befragung zu Etikettenvarianten im Rahmen der Studie «Authentizitätswahrnehmung in der Vermarktung von verarbeiteten bäuerlichen Lebensmitteln». Dabei wurden fünf Gläser derselben Himbeerkonfitüre mit unterschiedlichen Etiketten einer Stichprobe an Konsumenten vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen: Die Etiketten haben nicht nur einen Einfluss auf die geäusserte Zahlungsbereitschaft. Die Konsumenten ziehen von der Verpackung direkt Rückschlüsse auf die Produktqualität und beurteilen schon anhand der Etikette, wie häufig sie ein solches Produkt voraussichtlich kaufen werden – natürlich immer vorausgesetzt, das Produkt hält am Ende auch wirklich, was die Verpackung verspricht.

Bäuerliche Herkunft wichtig

Lebensmittel direkt von der Produzentenfamilie zu kaufen, ist ein anhaltender Trend. In den Produzenten haben die Konsumenten auch mehr Vertrauen als in seine Stellvertreter, die Labels wie den Käfer von IP-Suisse oder die Knospe von Bio Suisse. Darum sollte auf der Verpackung beziehungsweise auf der Etikette der Produzent klar in Erscheinung treten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Landwirt das Produkt nicht persönlich verkauft, sondern zum Beispiel via Spezialitätengeschäft an die Konsumenten bringt. Zudem muss die Etikette eine gewisse Professionalität repräsentieren. Die Studie hat nämlich auch gezeigt, dass laienhaft hergestellte Etiketten, wie sie in Hofläden manchmal anzutreffen sind, bei den Konsumenten negative Reaktionen hervorrufen.

Doch wie gestaltet man sein Produkt «authentisch», sodass im Verkaufsregal die bäuerliche Herkunft auf den ersten Blick ersichtlich wird? Erfahren Sie es in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 09/2019.

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Artikel geschrieben von

Stephan Jaun

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