Geschäftszahlen

BASF: Schwieriges zweites Quartal 2020

Die BASF spürt die Coronakrise deutlich, wie das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorstellung der Geschäftszahlen mitteilte. Immerhin laufen die Agrargeschäfte weiterhin gut.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben sich auf die BASF-Gruppe im zweiten Quartal 2020 wie erwartet deutlich stärker ausgewirkt als im ersten Quartal dieses Jahres. Die Kundenindustrien waren dabei in unterschiedlichem Maße betroffen: Besonders der Nachfrageeinbruch aus der Automobilindustrie belastete BASF, während die Nachfrage aus der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie der Lebensmittelindustrie stabil war. An allen wichtigen Standorten weltweit konnte BASF die Produktion fortführen.

Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit und Intransparenz der wirtschaftlichen Entwicklung macht BASF weiterhin keine konkreten Aussagen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Gesamtjahr 2020. Für das dritte Quartal erwartet BASF noch keine wesentliche Verbesserung. Das liegt unter anderem an der im August generell niedrigeren Nachfrage und an der Saisonalität des Agricultural-Solutions-Geschäfts.

Der Umsatz ging im zweiten Quartal 2020 um 12 % auf 12,7 Mrd. € Euro zurück. Dies war vor allem auf niedrigere Absatzmengen von minus 11 % zurückzuführen. Die Preise sanken um 1 %, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Preise für Basischemikalien. Deutlich höhere Preise im Segment Surface Technologies und leicht höhere Preise im Segment Agricultural Solutions konnten dies nur teilweise ausgleichen. Mit Ausnahme von Nutrition & Care und Sonstige, die das Ergebnis steigerten, und Agricultural Solutions mit einem Ergebnis fast auf dem Niveau des Vorjahresquartals, verzeichneten alle anderen Segmente niedrigere Ergebnisse. Dies war eine Folge des ausgeprägten Nachfragerückgangs in den meisten BASF-Kundenindustrien. Auf die Segmente Chemicals und Materials entfielen 70 % des Ergebnisrückgangs.

Im Segment Agricultural Solutions ging der Umsatz verglichen mit dem zweiten Quartal 2019 leicht auf rund 1,8 Mrd. € zurück. Dies war vor allem zurückzuführen auf negative Währungseffekte, insbesondere in der Region Südamerika, Afrika, Naher Osten. Höhere Mengen, in allen Regionen außer Euro­pa, sowie ein höheres Preisniveau wirkten umsatzsteigernd