Handelsstreit

China verzichtet auf US Agrarprodukte

Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten zusätzlichen Strafzölle sollen nach chinesischer Regierungsanweisung staatsnahe Unternehmen den Kauf von Agrarerzeugnissen in den USA einstellen.

Im Nachgang Zölle erheben

Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua und verwies auf eine entsprechende Mitteilung des Handelsministeriums. Zudem erwägt die Zolltarifkommission des Staatsrates für die nach dem 3. August in den USA gekauften Waren zusätzliche Einfuhrzölle.

Verstoss aus Chinas Sicht

China betrachtet die von Trump für September angekündigten Zusatzzölle für chinesische Waren im Wert von 269 Mrd. € als schwerwiegenden Verstoss gegen den Ende Juni beim G-20-Treffen in Osaka vereinbarten „Waffenstillstand“ im Handelskonflikt. Kürzlich war der der Generalsekretär der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Cong Liang, in einem Fernsehinterview noch dem Vorwurf entgegengetreten, China kaufe zu wenige Agrargüter in den USA. Nach seinen Angaben wurden seit dem G-20-Gipfel Ende Juni bis Ende Juli 2,27 Mio. t US-Sojabohnen nach China verschifft und weitere 2 Mio. t seien für August geplant. Beide Länder hätten in diesem Jahr bereits Verträge über den Handel von 14 Mio. t Sojabohnen unterzeichnet. Zudem seien Anfang August Kaufverträge für 120 000 t Sorghum, 60 000 t Weizen, 40 000 t Schweinefleisch, 25 000 t Baumwolle, 5700 t Milchprodukte und 4500 t verarbeitetes Obst abgeschlossen worden.