Vorsorge

«Das muss man sich wert sein»

Gabi und Beat Schürch-Wyss sind beide als Selbstständigerwerbende auf dem Betrieb tätig. Jeder rechnet AHV ab und zahlt auf sein Vorsorgekonto ein. «Eine Lösung, die für uns passt.»

Der Familienhof Schürch im Weiler Bütikofen (BE) beherbergt Gabi und Beat Schürch-Wyss und die vier Kinder Simon (Jahrgang 2001), Florian (2003), Sophie (2005) und Jonas (2009). Nebenan im Stöckli wohnen die Eltern und ein Onkel der Familie.

Nach der Betriebsübernahme bauten Schürchs 2007 einen Laufstall und stellten 2016 eine Biogasanlage auf. «Dann lag es nicht drin, in eine zweite Säule einzuzahlen», hält Gabi (48) fest.

Sie hätten sich in jeder Lebensphase von einem Versicherungsexperten beraten lassen – bei der Heirat, bei der Betriebsübernahme, als die Kinder auf die Welt gekommen seien und als der grosse Investitionsschub durch war.

«Seit drei Jahren sind wir so eingespurt, dass die Vorsorge einen festen Platz in unserer jährlichen Budgetplanung hat», sagt die Bäuerin. Das werde auch nicht einfach über den Haufen geworfen, wenn es mal eine grössere Anschaffung brauche. Eine rechte Summe, die dabei jährlich vom Betrieb weggeht – rund 10 000 CHF für die zweite Säule b. Aber neben der AHV brauche es ein zusätzliches Alterspolster.

Hofübergabe im Blick

Schön wäre es, wenn es mit Investitionen mal gut wäre. Aber will man nicht von der Substanz leben, tauchen, auch wenn sich das Bauernpaar in der Lebensmitte befindet, immer wieder grössere Reparaturen oder nötige Ersatz­investitionen auf. Das ist auch bei Schürch's so, irgendwann gilt es, die Melkanlage zu erneuern. «Klar reden die Kinder mit, vor allem der 18-jährige Florian, der das dritte Lehrjahr...

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