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Die Interessengemeinschaft Coop Label Porc mit neuem Präsidenten

Nach 12 Jahren Vorstandsarbeit und in den letzten Jahren als deren Präsident verabschiedete sich Markus Arn. Auf ihn warten nun neue Herausforderungen. Zu seinem Nachfolger wählten die anwesenden Mitglieder der IG Coop Label Porc (IG CLP) Lukas Schulthess.

Schulthess hat einen Betrieb mit 100 Muttersauen in Illnau (ZH) und arbeitet als Lehrer und Berater an der landwirtschaftlichen Schule Strickhof. Nach dem Motto «CLP First» werde er sich für die Interessen der Coop-Label-Produzenten in den Verhandlungen mit Coop einsetzen, versprach er an der gestrigen Mitgliederversammlung. Ein Label muss sich immer wieder aufs Neue abheben von den Standardprodukten, weil auch die Anforderungen für konventionell produziertes Schweinefleisch beziehungsweise QM-Schweine stetig steigen. Die Weiterentwicklung des CNf-Labels steht also nächstens auf der Traktandenliste von Coop Naturafarm. Der Mehraufwand für die Labelproduktion müsse aber weiterhin machbar und kostendeckend sein, erklärte Lukas Schulthess: «Insgesamt fahren wir Produzenten mit dem CNf-Label sehr gut. Die Menge und die Preise konnten auch in den letzten Jahren konstant gehalten werden – auch wenn der Konsum von Schweinefleisch tendenziell rückläufig ist.»
Zudem wurden an der Versammlung Peter Röthlisberger aus Leimiswil (BE), der seine Tiere über die Anicom vermarktet, und Elmar Schurtenberger aus Hohenrain (LU), welcher mit Prosus zusammenarbeitet, neu in den Vorstand gewählt.
Rege diskutierten die Mitglieder IG CLP das Mastjagergewicht von 25 kg. Laut der Tierschutzgesetzgebung müssen Jager ab 25 kg die Jagerbuchen verlassen, mehr Fläche zur Verfügung und zusätzlich im CNf-Label Auslauf haben. Diese Zielgrösse von 25 kg ist schwierig einzuhalten. Die Tiere wachsen unterschiedlich schnell und in der entscheidenden Phase sind sie rasch zu schwer, da die Tageszunahmen bis zu einem Kilo betragen können.
Müssen denn etwas schwere Jager ein bis zwei Tage bis der Händler sie holt, noch verstellt werden? Diese Regelung ist in der Praxis schwierig, länger schon weisen die Produzenten darauf hin. Coop stellte nun an der gestrigen IG CLP eine neue Regelung vor, die bei Tierschutzkontrolle eine Toleranzgrenze von plus-minus 2 bis 3 kg zu den 25 kg Mastjager-Gewicht beinhaltet. Als Übergangs-Kompromiss bezeichnet Markus Arn diesen Vorschlag: „Die gesetzlichen Vorgaben stammen von 1993. Diese müsste den heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Anpassungen nur auf Stufe Label bringen nichts.“ Die Suisseporcs sprach schon länger bei den betreffenden Ämtern vor. Arn fordert Coop beziehungsweise den Detailhandel auf, die Schweineproduzenten diesbezüglich zu unterstützen. Von Produzentenseite her kam auch die Aufforderung, dass es besser wäre, die Mastjager künftig schwerer einzustallen beispielsweise mit 26 bis 27 kg. Die Tiere wären robuster und weniger krankheitsanfällig, was den Antibiotikaeinsatz reduzieren würde.

Insgesamt produzieren 600 Schweinehalter für Coop Naturafarm-Schweinefleisch. Über diese Vermarktungsschiene vermarktet Coop jährlich ca. 310‘000 Schweine. Rund 235 CNf-Label-Schweineproduzenten sind Mitglied der IG CLP. Die IG will im Interesse der Produzenten das Label mitgestalten. Der Jahresbeitrag beträgt für Suisseporcs-Mitglieder 15 Fr. Für alle anderen 95 Franken.

Zusammen ans Ziel

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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