Milchmarkt

Emmi senkt Umsatzprognose

Aufgrund des rauen Marktumfelds machte Emmi in der ersten Hälfte von 2019 weniger Gewinn.

Der Schweizer Molkereikonzern Emmi hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019 wegen des „rauen Marktumfelds“ und des „hohen Kostendrucks“ operativ weniger Gewinn als in der Vorjahresperiode eingefahren. Wie das Unternehmen am 28.8.2019 mitteilte, ging der Umsatz um 0,7 % auf 1,66 Mrd CHF zurück. Werden Währungs- und Akquisitionseffekte berücksichtigt, legte das organische Wachstum jedoch um 1,6 % zu. Ursprünglich war von dem Konzern für 2019 eine Steigerung von 2 % bis 3 % für 2019 angepeilt worden; diese Zielmarke wurde nun wegen des schlechter als gedacht laufenden Geschäfts in Europa um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Zeitraum Januar bis Juni 2019 auf 93,5 Mio CHF und lag damit um 1,5 Mio CHF oder 1,6 % unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. Die EBIT-Marge ging dabei von 5,7 % auf 5,6 % zurück. Für Emmi-Geschäftsführer Urs Riedener ist das Ergebnis angesichts des Kostendrucks und des „harten Branchenumfelds“ beachtlich. Es sei ersichtlich geworden, „wie wichtig das Kostensparprogramm ist, das Emmi seit mehr als zehn Jahren stetig ausweitet“, hob Riedener hervor. Der Reingewinn des Molkereikonzerns fiel mit 72,9 Mio CHF um 43,5 % geringer aus als in der ersten Jahreshälfte 2018. Allerdings hatte im Vorjahr die Veräusserung einer Beteiligung diesen Wert nach oben getrieben; um diesen Effekt bereinigt legte der Reingewinn moderat zu, und zwar um 1,1 %. Für das Gesamtjahr wurden die Gewinnziele des Unternehmens bestätigt. Für die zweite Jahreshälfte 2019 stellt sich Emmi nach eigenen Angaben auf ein unverändert wettbewerbsintensives Umfeld ein. In der Schweiz dürfte der Preisdruck durch den Einzelhandel hoch bleiben. Mit der Erstarkung des Schweizer Frankens und den aktuellen politischen Entwicklungen entstünden weitere Risiken, denen auch mit Diversifizierung entgegengetreten werde. Dazu gehöre die Stärkung der Position in Wachstumsmärkten ausserhalb Europas sowie Investitionen in strategische Nischen wie italienische Dessertspezialitäten oder Ziegenmilchprodukte.

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