Medienkonferenz

Fenaco übertrifft 7-Milliarden-Marke

An der heutigen webbasierten Medienkonferenz präsentierte die fenaco Genossenschaft das Jahresergebnis 2019. Insgesamt war 2019 das zweitbeste Jahr der fenaco in ihrer Geschichte. Für 2020 rechnet die fenaco aufgrund der Coronakrise mit einem tieferen Nettoerlös als im Vorjahr.

Die fenaco Genossenschaft steigerte ihren Nettoerlös um 3,5 % auf 7,0 Mrd. CHF. Sie erzielte ein Betriebsergebnis (EBIT) von 121 Mio. CHF und ein Unternehmensergebnis von 110 Mio. CHF. Der Nettoerlös konnte im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % respektive um 237 Mio. auf 7,0 Mrd. CHF gesteigert werden. Damit übertrifft die bäuerliche Genossenschaft erstmals die 7-Milliarden-Marke. Rund 167 Mio. CHF waren reales, organisches Wachstum und 70 Mio. CHF akquisitionsbedingt. Alle vier Geschäftsfelder, Agrar, Lebensmittelindustrie, Detailhandel und Energie, haben dazu beigetragen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank im Vorjahr um 7,6 % auf 121 Mio. CHF. Ein Grund für den Rückgang war die anspruchsvolle Margensituation im Geschäftsfeld Lebensmittelindustrie mit einem hohen Preisdruck auf Seiten der Abnehmer im Detailhandel und in der Gastronomie. Das Unternehmensergebnis sank deutlich um 15 % auf 110 Mio. CHF, wobei im Vorjahr zwei Immobilientransaktionen zu einem weiteren positiven Sondereffekt geführt hatten.

Die fenaco-Aktivitäten im Ausland führten zu Umsatzsteigerungen. 2019 betrug dieser Nettoerlös 262 Mio. CHF., was einem Anteil von knapp 4% am Gesamtumsatz entspricht.

Die im Jubiläumsjahr 2018 eingeführte Erfolgsbeteiligung für Landi-Mitglieder, die als aktive Bäuerinnen und Bauern einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, wurde erneut ausgeschüttet. Sie belief sich auf 4,6 Mio. CHF. Hinzu kamen die Geschenkpakete mit Produkten der fenaco im Wert von 1,9 Mio. CHF. Die Auszahlung erfolgte zusätzlich zur bestehenden Verzinsung der Anteilscheine zu 6 % an die 183 Mitgliedgenossenschaften in der Höhe von 9,9 Mio. CHF. Zudem bezahlte die fenaco den Landi eine Leistungsprämie aus. Sie betrug 16 Mio. CHF.

Ausblick 2020

Aufgrund der Coronakrise rechnet die fenaco-Genossenschaft für 2020 mit einem tieferen Nettoerlös als im Vorjahr. Das operative Ergebnis sowie das Unternehmensergebnis dürften ebenfalls unter Vorjahr liegen, da die Bewältigung der Krise ausserordentliche Kosten verursacht. Die fenaco-Landi-Gruppe wird vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung als systemrelevant für die Versorgungssicherheit in der Schweiz eingestuft. Die Belieferung der Landwirtschaft mit den notwendigen Produktionsmitteln sowie des Detailhandels mit Schweizer Lebensmitteln stellte die fenaco zu jedem Zeitpunkt sicher.

Die fenaco hat per 15. März 2020 ein Garden Center in Luxenburg übernommen, das nun analog dem Landi-Ladenkonzept und -Sortiment geführt wird. Dabei handle es sich um einen Pilotbetrieb, man wolle dabei die Marktfähigkeit im europäischen Raum prüfen, so die fenaco.