Betriebsleitung

Futtergetreide wird wieder interessant

Die Schweiz produziert zu viel Brotgetreide. Die Zeche zahlen die Bauern: 2019 steigen die Produzentenbeiträge. Jetzt ist der Zeitpunkt für Alternativen.

In einem zweijährigen Versuch wurden am Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg und am BBZ Hohenrain die wichtigsten Gersten-, Futterweizen- und Triticalesorten zusammen mit Brotweizensorten angebaut. Dabei wurde jede Getreideart sowohl nach den Extensorichtlinien als auch in einer intensiven Variante (zwei Fungizide, zwei Wachstumsregler und 30 kg mehr Stickstoff) angebaut.

An beiden Standorten lieferte die intensiv geführte Gerste mit im Durchschnitt weit über 90 dt/ha die höchsten Erträge aller Getreidearten. Dahinter folgten Futterweizen, intensiv, und Triticale, intensiv. Der Brotweizen schnitt an beiden Standorten am schwächsten ab.

Nicht für jede Region

Damit die intensivere ÖLN-Variante beim Brotweizen wirtschaftlich ist, muss ein Mehrertrag von etwa 15 dt/ha erzielt werden. Kommt noch die IP-Suisse-Prämie hinzu, dann sind gar 20 dt/ha Mehrertrag nötig. Bei Futterweizen, Gerste und Triticale braucht es rund 22 dt Mehrertrag, damit der Einsatz von zwei Fungiziden und zwei Wachstumsregulatoren und der höhere Stickstoffeinsatz wirtschaftlich sind.

An der Liebegg war der intensive Anbau von Gerste klar wirtschaftlicher als das extensive Verfahren. Dahinter folgte der Brotweizen in beiden Verfahren. Futterweizen und Triticale waren weniger interessant als Brotweizen und Gerste.

Weitere Details zum Versuch, sowie Fakten rund um den Getreidemarkt gibt es in der LANDfreund-Ausgabe 07/2019 zu lesen.

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Artikel geschrieben von

Sonja Basler

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