Alpwirtschaft

Höherer Milchpreis dank Gemeinschaftsalp

Gemeinschaftsalpen sind erfolgreicher, wenn sie durch politische Gemeinden geführt werden oder sich im Tourismus engagieren. Das zeigt eine Umfrage von Agroscope.

Rund 6’600 Alpbetriebe zählt die Schweiz. Davon sind ungefähr 1’600 Alpen als Gemeinschaftsalpen organisiert. Gemeinschaftsalp bedeute, dass die Bewirtschaftung kollektiv durch mehrere, nicht miteinander verwandte Älplerinnen und Älpler organisiert werde, schreibt das Schweizer Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung, Agroscope, in einer Mitteilung.

Agroscope-Forschende haben eine Umfrage unter fast 800 Älplerinnen und Älplern gemacht. Dabei ging es um ökonomischen Gewinn und soziales Wohlbefinden. Hohe ökonomische Erfolge lassen sich dabei am besten am Milchpreis ablesen, den die Alp ihren Landwirtinnen und Landwirten zahlt. Er lag mit 81 Rappen pro Liter deutlich über dem sonst in der Branche üblichen Preis von 65 Rappen.

Die Auswertung machte deutlich: Die Ausrichtung auf ökonomischen und sozialen Erfolg kann aktiv gesteuert werden. Gemeinschaftsalpen, die gezielt gewinnorientiert arbeiten, schnitten beim Gewinn besser ab. Umgekehrt fiel der soziale Erfolg bei Alpen besser aus, die Wert auf Einigkeit, Selbstbestimmung und Tradition legten.