Betriebsleitung

Holländer mischen den Milchmarkt auf

Die aaremilch baut mit ihrem niederländischen Partner eine neue Bergkäserei. Die regionalen Käsereien fürchten eine Billigkonkurrenz. Doch es bietet sich auch attraktive Exportmärkte. Der LANDfreund hat nachgehakt.

Ein eisiger Wind weht vom Simmental herunter. Auf der Baustelle in der Talebene vor Oey trotzen in dicke Jacken gehüllt die Arbeiter der Kälte: Sie schweissen, betonieren und zimmern im Auftrag der Berner Milchbauern. Der 7000 m2 grosse Rohbau soll dereinst die grösste Käserei im Berner Oberland beherbergen. Rund 30 Mio.kg Milch will die Milchhandelsorganisation aaremilch AG in ihrer «Naturparkkäserei» ab Herbst 2019 zu Käse verarbeiten und damit Exportmärkte erschliessen.
Ein kalter Wind wehte von Beginn an auch dem 38-Millionen-Projekt entgegen, denn wie so oft bei Grossprojekten sind kritische Stimmen schnell am Platz. Schliesslich handelt es sich um eine beträchtliche Menge Milch, die bis anhin während milchstarken Zeiten in weit entlegenen Pulvertürmen und Industrieanlagen verwertet wurde. Wird es die aaremilch-Tochter Simmental Switzer-
land AG mit ihren Halbhart- und Hartkäsen schaffen, neue Absatzkanäle zu erschliessen? Oder werden die kosteneffizient produzierten Käse aus «Überschussmilch» zu einem noch härteren Konkurrenzkampf im In- und Ausland führen, wie es Kritiker befürchten? Der LANDfreund ist den Ängsten und Hoffnungen rund um das aaremilch-Projekt nachgegangen und hat die Baustelle im Simmental besucht.
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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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