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Insektenrückgang: Dänischer Bauernverband sieht Zusammenhang mit EU-Agrarpolitik Premium

Der dänische Bauernverband hat sich die beiden deutschen Insektenstudien angeschaut und stellt fest, dass es nicht die Bauern sind, die für den Rückgang verantwortlich sind, sondern die EU-Politik

Die top agrar-Leser hatten in den vergangenen Tagen erneut über unsere Meldung zum dänischen Bauernverband diskutiert. Aus diesem Anlass hier noch einmal die Meldung vom 12. November 2019.

Kürzlich hat eine zweite Studie belegt, dass es in Deutschland offenbar einen massiven Rückgang der Insekten gibt. Sie bestätigt damit die Untersuchung von Krefelder Forschern aus dem Jahr 2017. Der Bauernverband Baeredygtigt Landbrug aus Dänemark hat sich beide Studien genauer angesehen.

Gemeinsam sei ihnen, dass der Einbruch der Insektenpopulation von einem auf das andere Jahr, also sehr plötzlich erfolgt sei. In der neuen Studie, die den Zeitraum 2008 bis 2017 beleuchtet, sei fast der gesamte Insektenrückgang zwischen 2008 und 2009 vorgekommen, während die Krefelder Forscher den Rückgang in ihrem Naturschutzgebiet in den Jahren 2006 bis 2007 feststellten. Die beiden Rückgänge treten laut dem Bauernverband gleichzeitig mit Änderungen in der EU-Agrar- und Umweltpolitik auf.

"Unabhängig davon, ob die EU-Vorschriften entscheidend sind oder nicht, sollte untersucht werden, warum der Rückgang von Insekten anscheinend innerhalb eines Jahres eintritt", sagt Hans Aarestrup, Direktor für nachhaltige Landwirtschaft. Folgende Grafik zeige deutlich, dass der Rückgang tatsächlich in diesem einen Jahr stattfand. Danach gebe es fast keine Veränderung. Die Anzahl der Arten im Jahr 2017 sei die gleiche wie im Jahr 2009, während die Menge und die Biomasse etwas geringer sind....

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