Agrar-Initiative

Kleinbauern wollen keine Pestizide mehr

Pestizide schädigen nicht nur die Umwelt, sondern auch jene, die direkt mit ihnen zu tun haben. Die Kleinbauern-Vereinigung ruft daher alle Bäuerinnen und Bauern dazu auf, ein Ja einzulegen zur Initiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide.

Die eigene Gesundheit und die der Familie und Mitarbeitenden schützen: Das ist nur einer der Gründe, den die Kleinbauern-Vereinigung in ihrem Positionspapier ‚10 Gründe für ein Ja - aus Sicht der Landwirt*innen‘ aufführt. Mit diesem Papier wendet sich die Vereinigung am heutigen Dienstag, 23. Februar an ihre Berufskolleginnen.

Für die Landwirtschaft ist ein Systemwechsel «bitter nötig»

«Für uns als Landwirtinnen und Landwirte ist der Systemwechsel hin zu einer pestizidfreien Produktion nicht einfach eine Möglichkeit unter vielen, vielmehr ist er längerfristig unumgänglich», sagt Kleinbauern-Vereinigung-Präsidentin Regina Fuhrer-Wyss. «Der Schutz der Gesundheit ist ein Aspekt davon. Ebenso brauchen wir den Wechsel hin zu einer pestizidfreien Produktion, um die lokale Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen, die Marktmacht des Grosshandels aufzubrechen und die Abhängigkeit von Agrar- und Chemiekonzernen zu reduzieren.»

Auch der eigene Hof profitiert

Im Positionspapier fasst die Vereinigung die Gründe für ein Ja zur Initiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide spezifisch für die Schweizer Bäuerinnen und Bauern zusammen. An erster Stelle steht für die Kleinbauern-Vereinigung denn auch, auf dem eigenen Hof mittels pestizidfreier Produktion gesunde Böden und Biodiversität erhalten und so den Betrieb für die kommenden Generationen bewahren zu können. «Die Schweizer Betriebe würden zudem auch praktisch gestärkt», sagt Regina Fuhrer-Wyss. «Denn: Bei einer Annahme der Initiative müssten auch Importwaren pestizidfrei produziert sein, und es gälten endlich gleich lange Spiesse für Importwaren wie für Schweizer Produkte.»

Die Organisation verschickt das Positionspapier an ihre Mitglieder und publiziert es im Netz. «Wir wollen den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben die Chancen dieses Systemwechsels auf einen Blick zugänglich machen», so Regina Fuhrer-Wyss. «Wir hoffen, dass mit der Unterstützung vieler Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz auch die Mehrheit der Stimmbevölkerung die Chance für eine pestizidfreie Schweiz und damit den Schutz der eigenen Gesundheit und unserer Lebensgrundlage ergreifen wird».

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