Politik

Mehr Beständigkeit in Bern?

Die AP 22+ ist aufgegleist und bringt jede Menge Veränderungen. Die Bauern fordern Stabilität. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dafür.

Pro

Landwirt Josef Murer aus Baar (ZG) ist Präsident des Zentralschweizer Bauernbunds und im Vorstand des Schweizer Bauernverbands:

"Als Landwirt arbeite ich in und mit der Natur. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen bestimmen die Jahreszeiten und die Witterungsverhältnisse, welche Arbeiten ausgeführt werden können. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Meine Betriebsausrichtung wird von der Agrarpolitik und den Bedürfnissen meiner Kunden sowie den Erwartungen der Bevölkerung bestimmt. Dabei ist es für mich wichtig, dass die sich Anforderungen nicht laufend ändern. Viele meiner Investitionen in die Landwirtschaft sind von langfristiger Dauer."

Kontra

Bernard Belk ist Vizedirektor des Bundesamts für Landwirtschaft und zuständig für den Bereich Direktzahlungen und ländliche Entwicklung:

" Wandel ist notwendig. Mit der AP 14-17 wurden die Direktzahlungen klarer auf die Ziele der Bundesverfassung ausgerichtet. Der Bundesrat erachtete es 2016 als zweckmässig, das weiterentwickelte Direktzahlungssystem bis 2021 im Grundsatz unverändert zu belassen und stabile Rahmenbedingungen über acht Jahre zu gewährleisten. Die Evaluationsergebnisse zur AP ab 2014 zeigen, dass die Entwicklung in einigen Bereichen in die gewünschte Richtung geht – in anderen stagniert sie. Um das zu verbessern, braucht es Fortschritte in der Ressourceneffizienz und eine Anpassung der Produktion an die Tragfähigkeit der Ökosysteme. "

Lesen Sie die Diskussion in voller Länge auf der Seite 10 in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 05/2019.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

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