Müllertag 2021

Müller an DV zufrieden

Die Mühlenbetriebe und ihre Erzeugnisse erfahren durch die Covid-Krise eine neue Wertschätzung in der Bevölkerung, war an der Delegiertenversammlungd es Dachverbandes Schweizerischer Müller zu hören.

Zu Beginn seiner Eröffnungsrede drückte der Präsident des DSM, Thomas Helbling, seine Freude darüber aus, dass sich die Schweizer Müller nach dem Ausfall der DV 2020 nun wieder zu ihrem traditionellen Jahresanlass treffen durften. Das Getreidejahr 2020/21, und damit auch das Verbandsgeschehen, seien wie schon im Jahr zuvor, erneut durch die Auswirkungen rund um die COVID-19 Pandemie geprägt gewesen. Rein wirtschaftlich betrachtet, habe die Mühlenwirtschaft die Pandemiekrise bisher zum Glück gut überstanden. „Mehl wurde wieder als das gesehen, was es ist: ein wertvolles Grundnahrungsmittel“, stellte Thomas Helbling in seiner Eröffnungsrede mit Genugtuung fest. Die Müllereibetriebe hätten als Hersteller dieses Erzeugnisses der täglichen Ernährung bei den Konsumentinnen und Konsumenten eine ungleich höhere Aufmerksamkeit als vor der Pandemie erhalten. „Das artisanale, lokale, urtümliche, für das gerade auch die Müllerbranche und ihre Erzeugnisse stehen, erfuhr durch diese unerwartete Krise in der Schweiz eine seit langem nicht mehr da gewesene Wertschätzung – und das ist gut so!“ zeigte sich Helbling erfreut.

Nebst den üblichen, statutarischen Geschäften gingen der Präsident und der Geschäftsführer des DSM, Lorenz Hirt, in ihren Situationsberichten auf die für die Mühlenwirtschaft relevanten Themen der nationalen Politik ein. Wichtig für die Müllerbranche sei gewesen, dass die Schweizer Stimmbevölkerung die beiden Pflanzenschutz-Initiativen wuchtig verworfen habe. Lorenz Hirt: „Die Getreidebranche, ja gar die ganze Ernährungsbranche sollte jetzt aber nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern vielmehr aus eigenem Antrieb die Themen der Nachhaltigkeit aktiv vorantreiben und die bereits erbrachten Leistungen zur langfristigen Sicherung des Wohls von Mensch und Natur gegenüber der Politik und der breiten Öffentlichkeit noch besser aufzeigen“. Weiter berichteten sie über die Weiterentwicklung der Agrarpolitik, den nunmehr privatrechtlich organisierten Rohstoffpreisausgleich, die Initiativen zur Eindämmung der stetig steigenden Backwarenimporte und zur Erhöhung der Erkennbarkeit von Schweizer Brot sowie insbesondere auch über die aktuelle, schwierige Marktsituation.

Der Dachverband Schweizerischer Müller (DSM) ist der Zusammenschluss der Schweizer Weichweizen-Mühlenunternehmen. Gemessen an der Gesamtvermahlung von Weichweizen in der Schweiz decken die dem DSM angeschlossenen Mühlen über 96 % Marktanteil ab und sind damit für das Grundnahrungsmittel Mehl versorgungsrelevant.