Kurzinterview

Noch mehr Initiativen

Der Schweizer Heimatschutz lanciert gemeinsam mit Umweltverbänden eine Doppelinitiative und fordert mehr Biodiversität, Schutz der Landschaft und des baukulturellen Erbes.

Gefährden Sie mit diesen Initiativen nicht die Weiterentwicklung der Landwirtschaft und die Umsetzung der Ernährungssicherheit in Artikel 104 der Bundesverfassung?

Patrick Schoeck: Im Gegenteil. Mit unserer Initiative tragen wir zur Ernährungssicherheit bei. Durch den Kulturlandfrass ausserhalb der Bauzone gehen wertvolle Fruchtfolgeflächen verloren. Das gefährdet die Ernährungssicherheit. Ohne Biodiversität kann auch die Landwirtschaft nicht produzieren. Eigentlich hocken wir im gleichen Boot – das haben nur noch nicht alle realisiert.

Wie auch, mehr Biodiversität heisst Extensivierung, mehr Ökoausgleich und ein Zurückfahren der landwirtschaftlichen Produktion.

Schoeck: Wenn Biodiversität aufgrund der intensiven Landwirtschaft verschwindet, erzielt man vielleicht kurzfristig Gewinn. Aber längerfristig schadet das enorm.

Die Revision des Raumplanungsgesetzes stösst bei Ihnen und der Landwirtschaft auf wenig Gegenliebe – wenn auch aus anderen Gründen. Wie soll sich die Landwirtschaft bei diesen Stolpersteinen weiterentwickeln?

Schoeck: Die Bauern leiden unter der Flut von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Formularen. Das können Sie nicht dem Heimatschutz oder dem RPG in die Schuhe schieben. Klar haben wir unseren Heimatschutz-Blick. Das betrifft die immer grösseren Ställe und bodenunabhängigen Neubauten. Diese gehören nun mal nicht in die Landwirtschaftszone.

Lesen Sie das Interview in voller Länge in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 05/2019 auf Seite 5.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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