Hofübergabe

Schrittweise zum eigenen Hof

Die Hofübergabe an einen Nachkommen kann stückweise erfolgen. Viele wählen diese Option. Wir stellen drei Modelle mit den Vor- und Nachteilen vor.

Der Übergang des Familienbetriebs von einer Generation an die nächste kann sich aus verschiedensten Gründen verzögern. Vielleicht sind die Eltern noch zu weit vom Pensionsalter entfernt. Oder die nachfolgenden Söhne oder Töchter sind noch nicht bereit, die volle Verantwortung zu übernehmen – weil der Entschluss zum Einstieg noch reifen muss, sie zu jung sind oder das notwendige Kapital für den Kauf fehlt. In diesen Fällen kann die Betriebsübergabe in Stufen erfolgen, von der Mitarbeit auf dem elterlichen Betrieb bis zum endgültigen Kauf des Grundeigentums.

«Ich bin angestellt»

Im Anstellungsverhältnis kann der Nachfolger den Betrieb besser kennenlernen und die Eltern entlasten. Zudem bietet es ihm die Möglichkeit, Ersparnisse für den späteren Betriebskauf zu bilden. Der Junior übernimmt die Versteuerung seines unselbstständigen Erwerbseinkommens. Die Eltern bringen die Lohnkosten steuerlich als Betriebsaufwand in Abzug. Neben den Versicherungsobligatorien als mitarbeitendes Familienmitglied ist der Nachkomme nur für die persönlichen Versicherungen zuständig. Die betrieblichen Versicherungen sind Sache der Eltern.

Vermeiden Sie Lidlohnverhältnisse, also die Mitarbeit auf dem elterlichen Betrieb ohne geregelten Lohn, aber mit Kost und Logis und Sackgeld. Die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern hemmt die Entwicklung zur Selbstständigkeit massiv, die nachträgliche Berechnung des Lidlohnanspruchs ist sehr schwierig und führt immer wieder zu Familienkonflikten.

>> weiterlesen (LANDfreund-Ausgabe 12/2019, ab Seite 12)

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Artikel geschrieben von

Ueli Straub

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