Biokraftstoffe

So rechnet die EU Kraftstoff aus heimischem Raps schlecht

Auf dem BBE/UFOP-Fachseminar „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ zeigte Dr. Daniela Dressler vom TFZ aus Bayern, wie sich Rechenregeln auf die THG-Bilanz von Rapsöl auswirken.

Bei der Bewertung von Biokraftstoffen aus heimischen Energiepflanzen fehlt in der EU ein ganzheitlicher Ansatz. Darum wird z.B. die Treibhausgas (THG)-Bilanz von Rapsölkraftstoff deutlich schlechter bewertet, als sie tatsächlich ist. Das zeigte die Wissenschaftlerin Dr. Daniela Dressler vom Technologie- und Förderzentrum (TZF) aus dem bayerischen Straubing am Montag (2. November) beim Fachseminar „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“. Das Seminar hatten der Bundesverband Bioenergie (BBE) und die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) zum siebten Mal ausgerichtet – aus gegebenem Anlass erstmals digital.

Unterschiedliche Rechenmethoden

Wie Dressler deutlich macht, beruht die Bewertung der THG-Emissionen von Biokraftstoffen nach den Vorgaben der EU auf der sogenannten Allokationsmethode. Bei dieser werden zwar auch Koppelprodukte der Kraftstoffproduktion wie Rapspresskuchen als Eiweißfuttermittel berücksichtig – allerdings nur deren Heizwert. Die Alternative, die die EU in der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED) für die Bewertung von politischen Maßnahmen empfiehlt, ist die Substitutionsmethode. „Bei dieser wird das Koppelprodukt Rapspresskuchen oder Rapsextraktionsschrot auch als das bewertet was es ist – ein Futtermittel“, sagt Dressler.

Welche Auswirkungen das...

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