Betriebsleitung

So soll es sein: Termingerecht und zur vollsten Zufriedenheit

Das Risiko im Fall einer nicht sachgerechten Bewirtschaftung trägt der Landwirt – auch wenn er einen Lohnunternehmer beauftragt.

Die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Lohnunternehmen und den Landwirten als Auftraggebern scheint mehrheitlich gut zu funktionieren, und das Dienstleistungsangebot wird immer umfangreicher. Trotzdem muss der Landwirt darauf achten, dass sein Betrieb nicht zu abhängig vom Lohnunternehmer wird: Er trägt schlussendlich das Risiko einer sachgerechten Bewirtschaftung. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Aufträge Merkmale einer Landbewirtschaftung durch Dritte enthalten und typische Betriebsleiteraufgaben an das Lohnunternehmen delegiert werden.
Ob eine vermehrte Arbeitsvergabe an Lohnunternehmer das gesamtwirtschaftliche Ergebnis des Landwirtschaftsbetriebes tatsächlich verbessert, muss im Einzelfall geklärt werden. Geschäftliche Partnerschaften sind nur dauerhaft, wenn es sich für beide Parteien lohnt. Für den Landwirt als Auftraggeber muss die Arbeitserledigung durch den Lohnunternehmer wirtschaftlich vorteilhafter sein als seine Eigenmechanisierung. Mehr dazu in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 12/2018 >>kostenloses Probeheft bestellen. 

Probleme direkt ansprechen

Meistens gibt es keine Probleme zwischen dem Landwirt und dem Lohnunternehmer. Wenn es aber soweit kommt, soll man sich gütlich einigen, sagt Nicolas Pavillard.

Ihr Betrieb erledigt seit Jahrzehnten Lohnarbeiten. Gab es auch schon unzufriedene Kunden?
Nicolas Pavillard: Wir probieren, mit allen gut auszukommen. Wenn wir Fehler machen, stehen wir dazu und suchen gemeinsam mit dem Landwirt nach Lösungen. Dabei diskutieren wir auf Augenhöhe. Es kann aber schon vorkommen, dass ein Landwirt am Feld vorbeischaut und unzufrieden zum Beispiel mit der Saattiefe ist. Statt den Fahrer direkt darauf anzusprechen, beklagt er sich im Nachhinein beim «Chef» oder bezahlt die Rechnung nicht. Ich habe nun unsere Fahrer angewiesen, wenn sie den Landwirt sehen, ihn direkt nach seiner Meinung zu fragen. In über 90 % der Fälle kann man so Konflikte entschärfen.

Das Gespräch ist wichtig. Aber es gibt Betriebsleiter, die zu 100 % auswärts arbeiten und erwarten, dass der Lohnunternehmer selbstständig arbeitet.
Pavillard: Es gibt sehr gut organisierte Nebenerwerbsbetriebe, die klar und deutlich sagen, was, wo und wie zu machen ist. Die Kategorisierung in Haupt- und Nebenerwerb ist nebensächlich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Stamm- und Neukunden. Von Stammkunden kennt man mit der Zeit die Präferenzen. Aber mit Neukunden muss man das Gespräch suchen. Wir geben unser Bestes, aber können nicht davon ausgehen, dass dies auch für den Landwirt das Richtige ist.

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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