Direktvermarktung

Wann rechnet sich ein Verkaufsautomat?

Viele Betriebe vermarkten ihre Produkte über Automaten. Das rechnet sich nicht immer. Etlichen Landwirten geht es gar nicht nur um die Rendite.

Schon seit sechs Jahren betreibt die Familie Rüttimann auf ihrem Landwirtschaftsbetrieb in Cham (ZG) einen Verkaufsautomaten. Befüllt wird dieser unter anderem mit Eiern (vorwiegend im Sechserpack) und eigenem Süssmost. Verkaufsschlager sind aber während der Saison Erdbeeren und Kirschen. Die Anschaffungskosten für den Automaten mit insgesamt 41 normalen und 16 gekühlten Fächern betrugen total 18 000 CHF.

Tiefer Stundenlohn

Genauer unter die Lupe nehmen sollte man den Deckungsbeitrag. Die wichtigste Grösse ist die Marge. Dazu müsste man bei den Hofprodukten die effektiven Vollkosten für die Produktion kennen, oder man setzt offizielle Produzentenpreise ein. Preise richtig festzulegen, lohnt sich. In der Berechnung steigt der Stundenlohn auf 18,30 CHF, wenn der Landwirt die Preise um 10 % erhöht. Steigern Sie die Verkaufsmenge um 10 %, können Sie über 15 CHF herausholen.

Dies unter der Annahme, dass der Absatz dadurch nicht zurückgeht. Konnten Sie die Anschaffungskosten mit einem Occasionskauf (10 000 CHF) senken, holen Sie im Beispiel einen Lohn von 16,30 CHF/h.

>> weiterlesen (LANDfreund-Ausgabe 1/2020, ab Seite 16)

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