USDA-Bericht MIlchmarkt

Weltweiter Milchmarkt: China beherrscht den Welthandel, EU profitiert

Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet mit einer leichten Zunahme der weltweiten Milchproduktion. Europäische Milcherzeuger könnten vom Export-Boom Richtung China profitieren. H.Breker , LWK NRW hat den USDA-Bericht analysiert.

Die jüngste halbjährliche Veröffentlichung des US-Agrarministeriums (USDA) schätzt die Kuhmilcherzeugung in bedeutenden Ländern auf 541 Mio. t um 1,3 % steigend im Vergleich zum Vorjahr. Die Frischmilchverwendung soll um +1,5 % auf 193 Mio. t zunehmen. Der Butterverbrauch wird um +2,8 % höher veranschlagt, der Magermilchpulverkonsum soll um 3,9 % steigen, der Verzehr von Käse wird um 2,5 % höher geschätzt und der Absatz von Vollmilchpulver legt um stattliche 7,1 % zu; China lässt grüßen.

Die internationalen Preise für Milch und Milchprodukte zeigen nach der Covid bedingten schwierigen Vorjahresentwicklung eine Aufwärtstendenz, die aktuell noch durch die saisonübliche Sommerschwäche überlagert wird. Die höchsten Kurse werden in Ozeanien erzielt, während die niedrigsten in den USA zu beobachten sind. Die EU-Notierungen bewegen sich im Mittelfeld.

Kleines Plus beim größten Erzeuger

Die EU-27 als weltgrößtes Produktionsgebiet erreicht jedoch nur eine Zunahme von +0,6 % auf 158 Mio. t. Die Buttererzeugung fällt um -0,8 %, Magermilchpulver (MMP) um -3,3 % und Vollmilchpulver sogar um -4,2 %. Dagegen erreicht die Käseerzeugung einen Zuwachs von +2,2 %. Die Entwicklung der Verbrauchszahlen bleibt unterdurchschnittlich. Die EU-Milchauszahlungspreise bewegen sich seit Jahresbeginn mit...