Agrarpolitik

Zwischen Hysterie und Gelassenheit

Parmelin findet die Fleischpreise seien kein Problem, die anti-Landwirtschaftshysterie hingegen schon.

Parmelin erklärt am Mediengespräch bezüglich dem geplanten Freihandelsabkommen mit Mercosur, dass es zu jeder gemachten Konzession eine Konsultation mit dem BLW, dem SBV und dem Seco gegeben habe. Angesprochen auf die 3'000-Tonnen-Konzession für Rindfleisch erklärte Adrian Aebi, Vizedirektor des BLW, dass dies keinen Einfluss auf die Fleischpreise in der Schweiz haben wird. Dies weil bereits aktuell zwischen 4'000 und 4'500 Tonnen aus diesen Staaten importiert werden. "Und was wir nun gemacht haben, ist einfach 3'000 Tonnen davon fix zu vergeben", so Aebi.

Pflanzenschutz löst zu viel Hysterie aus

In Bezug auf die aktuelle Diskussion rund um die Pflanzenschutz-Initiativen betonte Bundesrat Parmelin die Bedeutung des Aktionsplans Pflanzenschutz sowie der Agrarpolitik 22+. Zudem warnte er davor, nun alles schlecht zu machen. Wichtig sei, dass die aktuell gültigen Regeln befolgt würden, so Parmelin. "Jetzt wird mit dem Finger auf die Bauern gezeigt, obwohl sie sich ans Gesetz gehalten haben", so der Agrarminister. Das sorge für Probleme. "Wenn man einige Artikel liest, erhält man den Eindruck, dass Schweizer Wasser nicht mehr gut sei. Aber das ist falsch", so Parmelin weiter. Aktuell gebe es eine Art Anti-Landwirtschafts-Hysterie, was ihm Sorgen bereite.

Abstimmung nicht im Mai

Bezüglich der beiden Pflanzenschutz-Initiativen erklärte Parmelin, dass diese aller Wahrscheinlichkeit nach nicht wie zunächst erwartet im Mai 2020 zur Abstimmung kommen werden. Vielmehr wird der Termin wohl im September oder November 2020 liegen. Parmelin betonte zudem, dass aktuell noch einiges offen sei. So hält er es auch für möglich, dass es doch noch zu einem indirekten Gegenvorschlag kommen wird.

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Artikel geschrieben von

LID

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