SAB

Anerkennung für Albinen’s Jugendfreundlichkeit

Im festlichen Rahmen des «Hännumärt» vom 16. Oktober 2021 überreichte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) der Gemeinde Albinen das Label «Jugendfreundliches Bergdorf». Im Programm der Label-Übergabe war auch eine offene Diskussionsrunde mit Jugendlichen der Region Leuk, organisiert durch die Jugendarbeitsstelle Leuk.

Über die Auszeichnung des Dorfs Albinen hatte das Jugendforum der SAB im Frühjahr dieses Jahres entschieden. Sarina Caduff, Präsidentin dieses Gremiums, erklärte die Bedeutung des Jugendforums: «Das Jugendforum bringt einerseits über die SAB die Anliegen der Jugendlichen aus Bergdörfern in die nationale Politik ein. Andererseits stellen wir die Jugendfreundlichkeit auf Gemeinde-Ebene sicher: Wir bewerten neue Bewerbungen für das Label und überprüfen, dass die ausgezeichneten Dörfer ihre Massnahmen umsetzen». Sie betont aber auch, dass das Label sehr pragmatisch ist: «Die Bergdörfer sind so unterschiedlich. Das Label erlaubt, dass die unterschiedlichen Dörfer für sie passende Massnahmen umsetzen».

Veranstaltungen und Vereine für Bergdörfer zentral

Die Präsidentin der SAB, Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach (Die Mitte/FR) freute sich über die Einbettung der Label-Übergabe in den «Hännumärt». «Dorfveranstaltungen sind wichtig für den Zusammenhalt in einem Bergdorf, sei es für den Austausch zwischen Generationen oder als Freizeitgestaltung» betont sie; «Berggemeinden können ihre Attraktivität erhöhen, indem sie Veranstaltungen aktiv unterstützen, z.B. durch pragmatische Bewilligungsprozesse, zur Verfügung stellen von Infrastruktur oder finanzielle Unterstützung». Sie gratuliert der Gemeinde Albinen zum gelungenen «Hännumärt», welcher erst 2018 ins Leben gerufen wurde. «Jetzt, nach COVID, ist es besonders wichtig, Vereinen und Veranstaltungen wieder zu Schwung zu verhelfen».

Gemeindeentwicklung mit der Jugend gemeinsam gestalten

Albinen konnte sich 2017 mit einer Zuzugsprämie schon schweizweit und international Medienpräsenz verschaffen – und auch einzelne junge Familien anziehen. Doch Gemeindepräsident Beat Jost weiss: «wir dürfen uns nicht darauf ausruhen. Auch wenn unser Dorf lebendig und innovativ ist, bleiben Herausforderungen. Das Label gibt uns nicht nur Anerkennung für das Geleistete, sondern auch einen Rahmen, um gemeinsam mit der Jugend die Weiterentwicklung des Dorfes zu gestalten. Die Ideen und Anliegen der Jugendlichen zu kennen, ist für den Gemeinderat äusserst wertvoll.»

Mit Albinen tragen nun 28 Gemeinden im schweizerischen Berggebiet das Label «Jugendfreundliche Bergdörfer». Bis am 10. Dezember 2021 steht weiteren Gemeinden die Bewerbung für die Labelvergabe 2022 offen. Mehr Informationen zu Label und zum Bewerbungsprozess finden sich unter www.jugend-im-berggebiet.ch.