Coronavirus

Corona-Depression an der HAFL

Auch vor Studenten und Dozenten macht das Coronavirus nicht halt. Ein nicht ganz repräsentativer Erfahrungsbericht einer Studentin der Hochschule für Agrar- Forst und Lebensmittelwissenschaften (HAFL), die etwas Auflockerung in die Krise bringen will.

Auch an der Hochschule für Agrar- Forst und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen (BE) ist wegen des Coronavirus alles anders als es normalerweise um diese Jahreszeit wäre. Es herrscht kein reges Frühlingstreiben auf dem Campus. Viele der Studenten sind nach Hause gegangen. Die Planung von diversen innerschulischen Aktivitäten wie den alljährlichen Dinners der verschiedenen Agronomie-Vertiefungen (Nutztier- oder Pflanzenwissenschaften, Agrarwirtschaft, Internationale Landwirtschaft und Pferdewissenschaften), den traditionellen HAFL-Festen oder den normalerweise im Mai anstehenden Studienreisen ist auf Eis gelegt oder abgesagt. Mehr und auch weniger interessante Exkursionen und Vorlesungen finden nicht statt. Es macht fast den Eindruck als sei die HAFL in eine Art Depression verfallen.

Haben wir jetzt Ferien?

Der oder die eine oder andere wiegt sich in einer Art Feriengefühl. Doch sobald man beginnt die «Ferienaktivitäten» zu planen fällt man wieder auf den harten Boden der Realität zurück. Denn wirklich etwas unternehmen sollte man gemäss dem Bundesrat nicht und kann man schlicht auch nicht, weil ja alles geschlossen ist. Zuhause bleiben lautet die Devise und man merkt schnell: Wir befinden uns nicht in den Ferien, sondern im Frühlingssemester unseres Studiums und das muss weitergehen! Es stehen immer noch Gruppenarbeiten an, Semesterarbeiten müssen fertig und Bachelorarbeiten auf die Beine gestellt werden. Der Stoff aus den Vorlesungen muss verfolgt und damit die Prüfungen möglichst erfolgreich absolviert werden. So müssen sich alle etwas umstellen und sich zusammenreissen, damit die Gruppenarbeit auch per Videochat funktioniert und die Besprechung mit der Betreuungsperson der Semesterarbeit am Telefon abgehalten werden kann. Und natürlich muss der Stoff aus den Vorlesungen irgendwie in den Kopf. «Nutzen Sie dies als Chance!» pflegt ein Dozent uns in seinen zahlreichen Mails, zum weiteren Ablauf des Studiums während der Coronakrise, einzutrichtern.

Auch die Dozenten sind gefordert

Auch für die Dozenten bietet diese spezielle Unterrichtssituation eine Chance. Sie können endlich aus ihren gewohnten didaktischen Mustern ausbrechen und ihre Fantasie walten lassen, wenn sie Material erstellen, mit dem wir Studenten ihren Stoff durcharbeiten können. Gesichtet wurden bereits vertonte Powerpoint-Präsentationen und interaktive Videos. Auch Aufgabendossiers, welche in einer gewissen Zeit in der Gruppe gelöst und abgegeben werden mussten wurden bereits verschickt. Kleine Zwischentests konnten die Studierenden Zuhause ausdrucken, schriftlich lösen, einscannen und wieder zurückschicken. Es ist zu hoffen, dass dabei doch wenigstens der Notendurchschnitt etwas höher sein wird, so ganz ohne dozentische Überwachung.

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