Essbare Insekten

Eine Million Schweizer haben Insekten probiert

Die ganze Schweiz war nach der Legalisierung der essbaren Insekten Mehlwürmer, Grille und Heuschrecke in Aufregung. Seitdem ist viel passiert: Neugründungen, Entwicklung Detailhandel und Onlinemarkt, Sensibilisierung und Synergien.

Der Dachverband Swiss Insects feierte im Sommer 2020 das 3-jährige Bestehen der Gesetzgebung für Speiseinsekten in der Schweiz. Er hat 12 Mitglieder, von denen 8 Züchter oder Produzenten von Nahrungsmitteln auf der Basis von Insekten sind. Ziel des Vereins ist die Förderung des Verzehrs und der Zucht von essbaren Insekten nach den Prinzipien der Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, so die Website swissinsects.ch.

Ein Ziel: Das Kopfkino auszuschalten

Anfang September 2020 - Die Mitglieder von Swiss Insects sind sich einig: bei der Überwindung der psychologischen Hürde sind wir auf dem gutem Weg. Rund 1 Million Schweizerinnen und Schweizer haben seit 2017 Insekten probiert. Die ganzen Insekten sind sehr beliebt, besonders bei den jüngeren Generationen. Getrocknet oder gefriergetrocknet, gewürzt oder nicht - als Snack beim Sport, durch den Tag oder zum Apero. Die jüngere Generation hat weniger Hemmungen als die ältere, welche verarbeitete Insekten-Produkte bevorzugt: Chips, Krackers oder Burgers, die Grillenmehl oder gemixte zerkleinerte Mehlwürmer enthalten.

Benjamin Steiner, ausgebildeter Tierarzt züchtet auf seinem Bio Suissezertifizierten Betrieb im Aargau essbare Insekten. Er ist für die Zukunft sehr optimistisch: “Die Zucht von Mehlwürmern und Grillen hat in der Schweiz Potenzial. Heute wird unsere gesamte Produktion verkauft, bevor sie fertig ist.”

Swiss Insects fördert aus diesem Grund die Gründung von neuen Zuchtbetrieben. Das Ziel ist es, sich auf die lokalen Produktion von Insekten zu konzentrieren, was den Werten des Verbands entspricht: Nachhaltigkeit, Tierwohl, Qualität und Gesundheit.