Ausbildung

Frauenpower in der Landwirtschaft

Sie sind jung und lieben die harte Arbeit auf dem Land. Drei Frauen erzählen im LANDfreund von ihrer Ausbildung und schmieden Zukunftspläne.

Jung und selbständig

Was aus der Not entstand, ist heute ihr Glückslos. Franziska Wittwer absolvierte die Lehre zur Pferdefachfrau Western EFZ und schloss die Ausbildung 2011 als Zweitbeste des Jahrgangs ab. Nach der Lehre arbeitete sie in der Einzelhandelskette Conforama. «Ich war nicht glücklich», so Franziska. «Mir fehlten das Reiten und die Natur.» Als sie dann ein Jobangebot in einem Reitstall erhielt, griff sie zu. Die Vertragsunterzeichnung und der Lohn blieben aber aus. «Also habe ich fristlos gekündet», erzählt Franziska. «Und dann stand ich da mit einem Pferd und einem Hund und musste unseren Lebensunterhalt finanzieren.» Wie das klappte, lesen Sie in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 02/2019.

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Landwirtin zu lernen war kein Kindheitstraum

Erika Tschümperlin wollte Bäckerin-Konditorin lernen, doch nach der Schnupperlehre stand für sie fest, dass Backen weiterhin nur ein Hobby bleiben wird. Also ging die Suche nach einer passenden Lehre weiter.

Erika Tschümperlin ist Landwirtin aus Leidenschaft. Ein schöner und abwechslungsreicher Beruf, findet sie. (Bildquelle: Nadine Maier)

Erika ist auf einem Landwirtschaftsbetrieb gross geworden und entschied sich deshalb für eine Schnupperlehre als Landwirtin. Diese begeisterte die junge Frau dermassen, dass sie sich für die Lehre auf dem Bauernhof entschied. Erika ist glücklich, dass sie sich damals so entschieden hat: «Ich könnte mir heute keinen schöneren Beruf als Landwirtin vorstellen.» Was ihr am Beruf besonders gefällt, erfahren Sie in der LANDfreund-Ausgabe 02/2019.

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Auch Frauen können anpacken

Katharina Rohrbach ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Schon als junges Mädchen stand für sie die Berufswahl fest. «Landwirtin ist mein Traumberuf», sagt Katharina. Bereits während der Schulzeit half sie zu Hause auf dem Betrieb mit.

Jeden Morgen, bevor sie die Schulbank drückte, molk sie ihre eigenen Ziegen und versorgte sie mit Futter. In der Familie war es nie ein Thema, dass die junge Frau Landwirtin werden wollte: «Ich wurde von meinen Eltern immer unterstützt», erzählt Katharina. «Und auch wenn immer noch mehr Männer die Ausbildung absolvieren, ist es definitiv kein reiner Männerberuf.»

Dass die junge Landwirtin ihren Job liebt, zeigen auch ihre Zukunftspläne. Nach der Ausbildung möchte sie einen Sommer auf der Alp verbringen und dort mehr über die Käseverarbeitung lernen. Ebenfalls kann sie sich gut vorstellen, eine Zweitlehre als Pferdefachfrau zu absolvieren. Später würde sie gerne den Betrieb ihres Vaters übernehmen und auf den 60 ha Grasland Pferde, Kühe und Ziegen halten. «Mein Bruder lernt auch Landwirt», erzählt Katharina. «Die Zukunft wird zeigen, wie es mit der Betriebsübernahme laufen wird.» Und obwohl die Betriebsübernahme noch nicht geregelt ist, hat Katharina genaue Pläne, wie ihr Betrieb aussehen soll. Welche das sind, lesen Sie in der LANDfreund-Ausgabe 02/2019.

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Sie ist jung und weiss, was sie will: Katharina Rohrbach träumt vom eigenen Bauernbetrieb und von einem Hofladen. (Bildquelle: Nadine Maier)

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Artikel geschrieben von

Nadine Maier

Redaktorin

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