Deutschland

Grüne Kreuze als Protest gegen das Agrarpaket

Stille Proteste auf den Feldern Deutschlands gegen das neue Agrarpaket. Mit ein Drahtzieher dieser Aktion ist Bauer Willi.

An vielbefahrenen Bundestrassen, an Geh- oder Radwegen: Seit dem Wochenende sieht man vermehrt grüne Holzkreuze am Wegesrand. Hinter der ganzen Aktion steckt ein Aufruf von einer Gruppe unabhängiger, engagierter Landwirte. Die Gruppe möchte mit dem Aufstellen der grünen Kreuze auf das "jetzt massiv einsetzende Höfe-Sterben" aufmerksam machen. Unter anderem ist Willi Kremer-Schillings (Bauer Willi) an dem Aufruf beteiligt: „Ich bin immer noch aufgebracht über das Agrarpaket von BMEL und BMU. Aber als Unternehmer unternehme ich was und verlasse mich nicht darauf, dass andere das für mich machen“, schreibt Bauer Willi in seinem Blogbeitrag. Die Aufmerksamkeit suchen die Landwirte nicht durch grosse Krawallaktionen, sondern durch einen „stillen Protest“. „Das Abfackeln von alten Reifen, einen Treckerkorso oder das Bespritzen von Gebäuden mit Gülle würde uns sicher nicht das Wohlwollen unserer Mitbürger einbringen.“ - Bauer Willi

Deshalb haben sie auf ihren Feldern, an vielbefahrenen Bundesstrassen, grüne Kreuze aufgestellt. Täglich würden daran mehrere tausend Fahrzeuge vorbeifahren. Die „Mahn-Kreuze“ sollen auf die Folgen des Agrarpakets und die allgemeine Lage der Landwirtschaft hinweisen. „Wir werden ihnen erzählen, dass dieses „Agrarpaket“ (?) nicht nur die Existenz unserer Betriebe gefährdet, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln“, so Bauer Willi.

Suche nach Mitstreitern

Die Gruppe von Landwirten möchte noch weitere Berufskollegen motivieren, sich an der Aktion zu beteiligen und grüne Kreuze aufzustellen. Dabei besinnen sie sich auf den Genossenschafts-Gedanken: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ (F.W. Raiffeisen).

Die Redaktion empfiehlt

Betriebsleitung

Gegen geplanten EU-Agrarkommissar ermittelt Anti-Betrugsbehörde

vor von Alfons Deter

Der als neuer EU-Agrarkommissar gehandelte Janusz Wojciechowski sieht sich plötzlich Ermittlungen der EU-Anti-Betrugsbehörde "Olaf" gegenüber.

Ernte gut, alles gut?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Schreiben Sie Christina Lenfers eine Nachricht