Thema des Monats

Hoch Zeit für Direktvermarkter

«Der Schweizer Hofladenwettbewerb wird zur nationalen Marke.»

«Ein Hoch auf uns. Auf dieses Leben. Auf den Moment.» heisst es im Lied von Andreas Bourani. Denkt Kathrin Märki, die Gewinnerin unseres ersten Hofladenwettbewerbs, an den Moment der Preisverleihung zurück, bekommt sie Gänsehaut.

Nicht immer landet man mit einer Idee einen Volltreffer. Aber bei der Lancierung des Wettbewerbs «Schönster Hofladen» ist dem LANDfreund und dem Schweizer Obstverband dies gelungen. Wir haben Menschen miteinander vernetzt und eine Marke gesetzt. Schon damals haben beide Partner beschlossen, im zweijährigen Rhythmus das Event durchzuführen. Jetzt ist es wieder so weit. Den Fragebogen finden Sie ab Seite 14.

Was ist neu?

  • Das Anmeldeverfahren wurde optimiert. Auf unserer Internetseite www.schoenster-Hofladen.ch können Sie Ihre Bewerbung samt Bildern hochladen.
  • Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2020.
  • Unsere Jury ist auch dieses Mal wieder hochkarätig besetzt. Altbewährte Gesichter sind im Team, aber auch dort gibt es ein neues Mitglied: Silvia Amaudruz. Sie vertritt den Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband und steht für die Westschweiz.
  • Die Preisverleihung an der BEA hat sich bewährt.

In unserer Oktoberausgabe werden Sie zudem erfahren, was Kathrin Märki in der Zeit danach alles erlebt und bewegt hat. Das Wichtigste sind aber Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, die im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen. Sie, die mit viel Herzblut und Leidenschaft sich tagtäglich in das Abenteuer Hofladen und Direktvermarktung stürzen. Wir sind gespannt auf Ihre Kreativität und Professionaliät.

Das braucht es, nicht nur für unseren Wettbewerb, sondern um im Markt zu bestehen. Egal ob als Direktvermarkter oder Lieferant an den Handel – die Qualität muss stimmen. Trotz des hohen Arbeitseinsatzes schätzen die Betreiber den direkten Kundenkontakt und die Wertschätzung, die sie erfahren. Abends nach der Ladenschliessung weiss die Bauernfamilie, was sie verdient hat.

Es gibt aber auch eine Kehrseite: den immensen Arbeitseinsatz, Anspruchsdenken der Konsumenten oder dreiste Diebe.

Gerade die vergangenen Wochen waren mit heftigem Aufwand verbunden. Und dennoch: Die Erfahrungen aus der Pandemie sind eine Chance. Ob Hofladen oder Lieferdienst – beides wurde im Lockdown zum Renner und stellte alle von klein bis gross vor Herausforderungen. Entstanden sind neue Strukturen, kreative Lieferbeziehungen, findige Werbeideen und neue Kundschaft. Jetzt gilt es, die Laufkundschaft zu Stammkunden zu machen. Ob mit geschicktem Marketing, einem Webshop, einem breiten Angebot oder auch einem Event. Finden Sie heraus, was die Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen. Jetzt ist es an der Zeit, den Menschen klarzumachen: «Wir sind da für euch, wir produzieren und geben alles.»